Verfasst von: Reiner Dung | Februar 1, 2015

Wann erreicht die Menschheit die BonoboKultur ?

Wohlstand schafft Zivilisation

Soll überhaupt eine menschenwürdigere GesellschaftsForm erreicht werden ?

Wohlstand fördert Demokratie
🙂

Schimpansen, Bonobos und Homo Sapiens – eine anthropologische Analogie

In einer im Frühsommer 2014 ausgestrahlten Reportage über den Fluss Kongo wurden einige bemerkenswerte Erkenntnisse über die dort lebenden Primaten dargelegt. So wurde festgestellt, dass der Kongo eine Entwicklungsgrenze in der evolutionären Entwicklung zieht.
Nördlich des Flusses leben als unsere nächsten Verwandten die Schimpansen. Sie sind organisiert in kleinen Verbänden, an deren Spitze ein Mann steht. Diese mit absolutem Machtanspruch ausgestattete Persönlichkeit organisiert seine Herrschaft über das, was man unter Menschen als Männerbünde bezeichnen würde. Durch Zeichen- und Lautkommunikation stimmen sich die Männer dieser Gruppe untereinander ab. Sie organisieren sowohl Jagden auf kleinere Primaten als auch Feldzüge in die Territorien benachbarter Schimpansengruppen. Hierbei schrecken sie vor der Tötung von gruppenfremden Artgenossen nicht nur nicht zurück, sie scheint sogar konzeptionelles Ziel der Aktion zu sein.
Innerhalb der Gruppe besteht eine absolute Dominanz über die Weiber, die keinerlei Mit- und Selbstbestimmungsanspruch haben und – anders als die Männer – keine Freundschaften unter Geschlechtsgenossen/innen bilden. Die nach Außen dokumentierte Brutalität der Männer wirkt ebenso nach innen. Unbotmäßige Weiber werden verfolgt und brutal gemaßregelt. Das kann bis zum Tode der verfolgten und misshandelten Weiber und ihrer Säuglinge führen. Konfliktlösung erfolgt grundsätzlich durch Gewaltanwendung. Bei der Nahrungsaufnahme und insbesondere bei aufwändig zu beschaffenden Gourmet-Spezialitäten wie frischem Fleisch herrscht Futterneid – eine sozial verträgliche Aufteilung der Beute erfolgt nicht.
Südlich des Kongo leben inmitten des tiefen Urwaldes die engsten Verwandten der Schimpansen. Diese fast identischen Primaten mit der Bezeichnung Bonobo stellen in ihrem Verhalten fast in allen Punkten das genaue Gegenteil der Schimpansen dar. Zwar leben auch sie in kleinen Sozialverbänden, die jedoch von einem dominierenden Weib geführt werden. In diesen Gruppen stellen die Männer die rangniedrigsten Mitglieder der Gruppe dar.
Auch Bonobos gehen gemeinsam auf Jagd, jedoch sind Feldzüge gegen benachbarte Gruppen unbekannt. Vielmehr erfolgt bei zufälligem Zusammentreffen Kontaktaufnahme und Kommunikation. Sowohl innerhalb der Gruppe als auch zwischen den Gruppen kann es zu Konflikten kommen, die jedoch nie die Brutalität der Schimpansengruppen erreichen. Die Konfliktlösung erfolgt durch die Weiber – allen voran dem Alphaweib – auf friedlichem Wege: Durch Sex. Diese Form der konfliktlösenden Kommunikation ist derart präsent, dass sich der Eindruck vermittelt, die Bonobos seien beständig mit sexuellen Handlungen beschäftigt. Hierbei ist es nicht nur der direkte Kontakt der Geschlechtsorgane – auch der schnelle Handgriff in die Klitoris oder an den Penis trägt zur augenblicklichen Entspannung von Stresssituationen bei. Bonobo-Gruppen agieren sozial, indem beispielsweise tierische Beute gerecht verteilt wird.

Mögliche Erkenntnisse

TextAuszug:
Religionsanthropologisches

Ähnliches müsste folgerichtig beispielweise auch für die assyrisch-aramäische Hochkultur angenommen werden, in der – wie ich im Biblikon-Projekt dargelegt habe – noch im siebten vorchristlichen Jahrhundert eine weibliche Göttergleichberechtigung festzustellen ist. Trotz der in der späten Bronze- und frühen Eisenzeit bestehenden imperialen Aggressivität einzelner Herrschaftshäuser lässt der hohe Rang weiblicher Götter auf eine insgesamt wohlhabende und weitgehend gewaltunnotwendige Zivilgesellschaft schließen.
Am Beispiel Judäa hatte ich im Biblikon-Projekt aufgezeigt, wie 622 vc die gesellschaftliche Dominanz der weiblichen Gottheit von einem gewaltbereiten Männerbund durch einen ausschließlich männlich dominierten Eingott-Kult abgelöst wurde.
Von diesem Eingott-Kult ausgehend traten in den folgenden Jahrhunderten von der südwestasiatischen Region mehrere männlich-gewalttätige Religionskonzepte ihren Siegeszug über die Welt an – zuletzt in Form des im siebten nachchristlichen Jahrhundert entwickelten Islamkonzepts, das in seinem als Koran bezeichneten Glaubensmanifest sich ausschließlich an Männer wendet und das weibliche Element auf der Ebene einer Sache abhandelt.
Wir könnten demnach mit Fug und Recht die Behauptung aufstellen, dass der Islam eine Religion ist, die dem anthropologischen Entwicklungsstand des Schimpansen entspricht. Das allerdings gilt ebenso für das mosaische Glaubenskonzept, das ebenfalls uneingeschränkt männlich dominiert ist und mehr noch als der Islam in der Entgöttlichung des Weiblichen ein wesentliches Element seines Konzeptzieles findet.
Lediglich das Urchristentum entspricht ein wenig mehr dem städtischen Lemuren, indem es mit Maria und Maria Magdalena weibliche Elemente zulässt und mit den Jüngern eine Gemeinschaft von gewaltfreien und unter der Autorität Jesu gleichberechtigten Männern aufzeigt. Allerdings wird auch dieses Glaubenskonzept spätestens unter Constantin schimpansisiert und findet sich diese Kulturebene insbesondere im männerbündisch organisierten Klerus von orthodoxer wie katholischer Kirche manifestiert. Erst mit den post-lutherischen christlichen Sekten und der Zulassung von Frauen in höchsten Kirchenämtern erfolgt hier ein kleiner Schritt zur Bonobo-Kultur.
TextAuszug

Wenn die Schimpansen-Kultur maßgeblich darauf basiert, dass sowohl eine äußere Bedrohung wahrgenommen wird als auch scheinbar oder tatsächlich eine Versorgungsknappheit zu bewältigen ist, und dagegen die Bonobo-Kultur sowohl den weitestgehenden Wegfall existenzieller Bedrohung sowie Versorgungsüberfluss voraussetzt, dann kann die zivilisatorische Entwicklung vom gewalttätigen Schimpansen zum friedfertigen Bonobo nur gelingen, wenn dieses mit der Versorgungsüberflusssicherung einher geht. Vielleicht ist es gerade das nicht nur historische Bestreben der Männerbünde gewesen, Fortpflanzungsregelungen deshalb grundsätzlich als „böse“ und „gottesfeindlich“ zu diffamieren. Die Hexenverfolgung fand eine ihrer Ursachen auch darin, dass jene klugen Frauen über Möglichkeiten der Empfängnisverhütung und/oder der Schwangerschaftsbeendigung verfügten, was einerseits der Frau eine Möglichkeit der Selbstbestimmung über ihren Körper gab und gleichzeitig Überpopulationen zu vermeiden half. Das nach wie vor bestehende Dogma der uneingeschränkten Massenvermehrung ist insofern tatsächlich nichts anderes als ein menschliches Instrument zur Machtsicherung der Schimpansendominanz.

Darüber nachzudenken soll allerdings einem späteren Essay vorbehalten bleiben.

© 2014 Spahn/FoGEP (04062014)

https://tomasspahn.wordpress.com/2014/06/04/schimpansen-bonobos-und-homo-sapiens-eine-anthropologische-analogie/

Der Bonobo die Krone der Schöpfung !?

Der Bonobo die Krone der Schöpfung

🙂

Hunger schafft Barbarei

😦
Die Bonobos der Wilhelma
Die 16-köpfige Bonobogruppe der Wilhelma ist eine der größten in einem Zoo. Bonobos leben in einer komplizierte Sozialstruktur: Immer wieder teilen sich große Gruppen in kleinere Gruppen auf, um sich nach einiger Zeit wieder zusammenzuschließen. Diesem so genannten „fission-fusion-Sozialsystem“ trägt das neue Gehege in besonderem Maß Rechnung. Es lässt sich in einzelne Bereiche abtrennen, aber auch zu einem einzigen, großen Gehege vereinen. Bonobos stehen uns Menschen verwandtschaftlich näher als dem Gorilla oder dem Orang-Utan.

Den Ton geben bei den Bonobos die Weibchen an. Oft bilden die nicht miteinander verwandten erwachsenen Weibchen einer Gruppe Koalitionen und können so gemeinsam gegen die körperlich überlegenen Männchen vorgehen.

http://www.wilhelma.de/nc/de/menschenaffenhaus/die-bewohner/bonobos.html

Schimpanse Mensch Bonobo Wilhelma

 

98,6 Prozent unserer ErbSubstanz DNA sind identisch mit jener der Bonobos.

Ein Park zum verlieben ! ?
Dafür müsste noch einiges mehr getan werden.
In der Wilhelma möchte ich lieber Pflanze als Tier sein.
Gerade die Bonobos hätten in einer alten bäuerlichen HolzScheune mehr LebensFreude
als in diesem sauteuren BetonStahlGlasFliesenHaus.
Heuer überlege ich mir, ob ich die Wilhelma besuche.
Freifliegende WildPapageien gibts ja schon lange nicht mehr.

Andererseits fehlen mir dann die Schweinchen (werden auch weniger), Kühe, Esel und die frechen Spatzen.

😦
Affen würden anders bauen.
Form follows function

😦
Die Wilhelma muss aus den erheblichen Problemen beim Betrieb des neuen Menschenaffenhauses die richtigen Schlüsse für künftige Bauprojekte ziehen, schreibt StZ-Redakteur Erik Raidt.
😦

Affen bei BildDung
https://bilddung.wordpress.com/2014/11/09/der-hundertste-affe-hoffnung-fur-die-menschheit/
https://bilddung.wordpress.com/2013/08/06/deutsch-bleibt-deutsch-da-helfen-keine-pillen/
https://bilddung.wordpress.com/2013/03/24/9-11-rechnung-11-3/
https://bilddung.wordpress.com/2014/11/02/gier-frisst-verstand/

🙂


Responses

  1. Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt.


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