Verfasst von: Reiner Dung | September 7, 2014

Menschlichkeit steht der Effizienz- und ProfitGier im Weg

EIN SCHLAG INS GESICHT DES NEOLIBERALISMUS: “MR.MAY UND DAS FLÜSTERN DER EWIGKEIT

Kinostart: Donnerstag, 4.September
Funeral Officer (Armenbestatter) John May ist ein Einzelgänger, pflichtbewusst, schüchtern, aber mit einem großen Herz für andere. Doch Mr.Mays Sorgfalt, Respekt und Menschlichkeit steht der Effizienz im Weg. Er wird fristlos entlassen. Die Stadt hat angeblich kein Geld für Menschlichkeit, doch sein überbezahlter Boss kann sich einen BMW leisten… May leistet Widerstand, entdeckt eine politische Welt -und triumphiert.

TextAuszug :

Effizienzdenken entwürdigt den Menschen
Es ist dennoch eine sehr subtile Gegenüberstellung von großer Menschlichkeit bei Mr.May, der sich existenziellen Themen wie Leben, Tod und Gedenken stellt, mit den kleinkarierten, gierigen Managertypen, die in den Medien als Heroen der Globalisierung gefeiert werden. Hier werden sie als erbärmliche Figuren gezeigt, die bedenkenlos das Leben ihres Untergebenen zerstören, um sich an den heute üblichen, unverschämten Gehältern eines nichtswürdigen Führungspersonals zu bereichern. Der Film lenkt den Zuschauer sehr behutsam auf die Ahnung einer humaneren Welt hin, seine Gesellschaftskritik wirkt untergründig.
Es ist ein Schlag, der mit dem weißen Samthandschuh des Bestatters ausgeführt wird. Aber es ist dennoch ein Schlag ins Gesicht der neoliberalen Konsum- und Karrierewelt, deren Zahnpasta-Grinsen uns in Werbung und Medien die immer ungerechtere Verteilung, die verschärfte Ausbeutung verkaufen soll. In Medien, die (wie etwa der “Spiegel” von Bertelsmann) die Globalisierung preisen, wird dieser subversive Teil der Botschaft Uberto Pasolinis natürlich verschwiegen. Dort bleibt man an der menschelnden Oberfläche der Story und wehrt sich gegen die Erkenntnis, die emotional aber hoffentlich doch ihre Wirkung tun wird: Die Effizienz- und Profitgier des Neoliberalismus entwürdigt den Menschen, im Leben wie im Tod.
Und wir haben die Pflicht, uns dagegen aufzulehnen.

Den ganzen Artikel von Daniela Lobmueh lesen:
http://jasminrevolution.wordpress.com/2014/09/03/ein-schlag-ins-gesicht-des-neoliberalismus-mr-may-und-das-flustern-der-ewigkeit/

 

NeoliberalismusWalzer

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