Verfasst von: Reiner Dung | März 16, 2014

Würzburger TotenTanz

Recht gilt auch im Krieg

von Björn Schumacher

Kurz vor dem Ende eines längst entschiedenen Krieges, am 16. März 1945, griff die Royal Air Force (RAF) Würzburg großflächig mit 225 viermotorigen Lancaster- und 11 zweimotorigen Mosquitobombern an und warf 389 Tonnen Spreng- sowie 572 Tonnen Brandstoff ab. In der fernab der Front liegenden Mainmetropole gab es keine militärischen Ziele, nicht einmal Abwehrraketen. Deutsche Abfangjäger waren nicht in der Nähe. 80 Prozent der fürstbischöflichen Residenzstadt mit ihrem Reichtum an barocker Architektur und bildender Kunst wurden zerstört. Etwa 5.000 Menschen – in der Mehrzahl Frauen, Kinder und ältere Männer – kamen ums Leben. Sie wurden von Bomben- und Gesteinstrümmern erschlagen, verbrannten oder erlitten einen tödlichen Hitzschlag, erstickten an Sauerstoffmangel oder starben den Kohlenmonoxidtod.

Im Würzburger Rathaus erinnern Bild- und Texttafeln an jenen „Schicksalstag“. Die Stadtväter heben hervor, Premierminister Churchill habe mit Bombenteppichen auf Großstädte den Durchhaltewillen der Zivilbevölkerung brechen wollen. In der Tat war neben Angriffen auf militärische Ziele (Kasernen, Flugplätze, Rüstungsfabriken, Transportwege etc.) auch das Area bzw. Moral Bombing Teil der britischen Luftkriegsdoktrin. Gab es aber unmittelbar vor Kriegsende keine realistischeren Vernichtungsmotive? In Betracht kommen a) nicht enden wollende Vergeltung für London und Coventry; b) Demonstration des gewaltigen RAF-Vernichtungspotentials in zuvor unzerstörten, leicht brennbaren und kaum evakuierten Orten; c) eine während des deutschen Kaiserreichs verinnerlichte, als Folge der NS-Tyrannei entfesselte Germanophobie des britischen Premiers; d) ein gestörtes Verhältnis seiner Militärs zur deutschen und damit letztlich zur europäischen Hochkultur.

Rechtfertigen solche Motive einen gezielten Angriff auf Zivilisten? Nein! Höchstens als „Moral Bombing“ könnten die Massentötungen von Dresden, Pforzheim oder Würzburg den Anschein ethischer oder juristischer (kriegsvölkerrechtlicher) Legitimität haben. Behaupten doch Verfechter dieser Doktrin unter Berufung auf Hiroshima und Nagasaki, mit Luftschlägen gegen große Städte ein schnelleres Ende der Feindseligkeiten bewirken und „per Saldo“ die Zahl der Kriegsopfer reduzieren zu können. Ins Blickfeld rückt der Problemkreis moralischer Dilemmata bzw. Pflichtenkollisionen: Ein schützenswertes moralisches Gut kann nur um den Preis der Vernichtung eines anderen bewahrt werden. Besondere Brisanz entfaltet die Kollision gleichartiger Schutzgüter („Menschenleben gegen Menschenleben“). Das Dilemma verdichtet sich zu der Frage, ob der Widerstreit zwischen den Pflichten, sowohl die Bewohner feindlicher Städte als auch eine unbekannte Vielzahl künftiger Kriegsopfer zu schützen, nach der Quantität entschieden werden darf.

Den ganzen Artikel von Björn Schumacher lesen:
http://jungefreiheit.de/service/archiv/?www.jf-archiv.de/archiv04/134yy38.htm

16. März 1945 – Würzburg erinnerte an seine Zerstörung

Der Jahrestag begann um 10.00 Uhr mit dem traditionellen Totengedenken am Massengrab vor dem Würzburger Hauptfriedhof. Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) legte einen Kranz nieder und betonte, das Erinnern müsse auch immer gleichzeitig eine Mahnung an die Zukunft sein. Man müsse alles tun, damit sich die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht wiederholten. Dazu sei es notwendig, die Geisteshaltungen zu bekämpfen, die zu diesen Verbrechen geführt haben. “Null Toleranz für Rassismus und Antisemitismus, wo und in welcher Form auch immer sie uns begegnen”, so Rosenthals Forderung.

Rechtsradikalen die Stirn bieten

Den ganzen Artikel bei staseve lesen
http://staseve.wordpress.com/2013/03/18/16-marz-1945-wurzburg-erinnerte-an-seine-zerstorung/

Vergessene des Feuersturms…Linke Deutschfeinde und alliierte Züchtlinge sind nicht in der Lage Gefühle für unschuldige Bombenopfer zu empfinden….sie sind nur noch abgestumpfte, mit alliierter Geschichtsfälschung geimpfte Subjekte…die unterste Form der Existenz
http://wp.me/p1DYfP-_dkt

Würzburg 16 März 1945

gebenh

Der Untergang des alten Würzburg
Requiem aeternam – W. A. Mozart

Auslöschung des deutschen Kulturgutes
In den letzten drei Monaten des Krieges zerstörte das britische Bomber Command zahlreiche militärisch unbedeutende deutsche Städte
Björn Schumacher

Bloße Akte des Terrors und der mutwilligen Zerstörung“ (Churchill an den Stabschef der Royal Air Force)
http://www.bombenkrieg.net/kultur_zerstoerung.htm




Als Felgenhauer vom Verhalten der Bürgerinnen und Bürger spricht, fehlen ihm an manchen Stellen die Worte, so auch an der Stelle, als er das Handeln der Würzburger Ordensfrauen beschreibt: „Für mich sind das moderne Heilige, die bei ihren gebrechlichen, kranken und alten Verwandten blieben. Und mit ihnen verbrannten. Haben Beistand geleistet. Bis zuletzt.“ Daneben berichtete Felgenhauer vom beispielhaften Verhalten einiger französischer Kriegsgefangener, die Verletzte und Kranke auf ihren Schultern aus der brennenden Stadt an das rettende Ufer des Mains trugen. „Es ist wirklich schade, dass diese – man möchte schon Helden sagen – bis heute namenlos geblieben sind. Eigentlich müsste man ihnen öffentlich danken.“„Würzburg hatte dann mit einem Schlag 80.000 Obdachlose.“, berichtet Felgenhauer weiter.

http://www.wuerzburgerleben.de/2013/03/18/der-terror-luftangriff-auf-wurzburg-1945-ein-vortrag-von-erich-felgenhauer/

https://bilddung.wordpress.com/2014/02/14/die-terrorangriffe-von-dresden/

Lancaster Liberator moral bombing England

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