Verfasst von: Reiner Dung | Januar 1, 2014

Man kann alle Probleme der Welt in einem Garten lösen

Das Begrünen der Wüste mit Permakultur – Jordanien

„Man kann alle Probleme der Welt in einem Garten lösen“

Kürzlich bot sich mir die Gelegenheit, einen Permakultur-Einführungskurs zu einem sehr niedrigen Preis zu machen. Das Thema an sich interessiert mich schon eine Weile, allerdings wusste ich konkret noch nicht so viel davon. An dieser Stelle möchte ich nun die Ethik und Prinzipien der Permakultur vorstellen. Außerdem werde ich in einer Reihe von Artikeln inspirierende Beispiele der Permakultur aus Jordanien, Simbabwe und Eritrea vorstellen. Diese Modelle zeigen, wie man mit relativ einfachen, lokal vorhandenen Ressourcen sogar stark versalzte, geschädigte Böden regenerieren kann.

Permakultur

Permakultur setzt sich zusammen aus den Begriffen Permanente Agrikultur. Es gibt viele verschiedene Definitionen für Permakultur. Im Wesentlichen ist es ein praktisches System für nachhaltiges Leben und die Erneuerung der Erde und unserer Gemeinschaften. Es basiert auf der Beobachtung von Prinzipien und Mustern in der Natur. Die Permakultur hilft uns dabei, lebendige Systeme als Ganzes, statt als Einzelteile, zu sehen und die Beziehungen zwischen den Dingen zu maximieren, in einem ethischen Rahmen. Sie bestärkt Menschen auf der ganzen Welt darin, dynamische und widerstandsfähige Systeme und Projekte zu entwickeln, die mit der Natur arbeiten, statt gegen sie.

Die Permakultur beruht auf drei ethischen Grundwerten:

  • Achtsamer Umgang mit der Erde (earth care)
  • Achtsamer Umgang mit den Menschen (people care)
  • Fairer Austausch von Ressourcen (fair share)

Dies sind einige der wichtigsten Prinzipien der Permakultur:

  • Produziere keinen Abfall
  • Optimiere die Vielfalt
  • Benutze vorhandene Ressourcen
  • Jedes Element erfüllt verschiedene Funktionen
  • Mit den kleinsten Änderungen die größte Wirkung erzielen
  • Das Problem ist die Lösung
  • Kleine und langsame Lösungen
  • Relative Platzierung
  • Randzonen nutzen und schätzen
  • Es kommt drauf an…

Ein weiteres grundlegendes Element ist die Zonenbildung, die Zonen werden danach eingeteilt, wie viel menschliche Arbeit erforderlich ist.

Letztendlich sind diese Prinzipien uralt und für die meisten von uns intuitiv erfassbar, doch die industrielle und mechanistische Produktionsweise und Auffassung der Umwelt hat sie weitgehend verdrängt, mit den entsprechenden katastrophalen Folgen. Sie stehen der profitorientierten Wirtschaftsweise des Kapitalismus, dem sich die Bedürfnisse der Menschen und der Umwelt absolut unterwerfen müssen, diametral entgegen. Mit der Permakultur kann man die Welt nachhaltig ernähren und Hunger und Armut erfolgreich bekämpfen, wie das folgende Beispiel zeigt. Bei den Hightech-Lösungen von Monsanto, Bayer und all den anderen Agrarindustriegiganten geht es hingegen nie darum, die Welt zu ernähren, ihr Ziel ist, die Taschen der Anteilseigner zu füllen.

Die Begrünung der Wüste in Jordanien

Der australische Permakulturist Geoff Lawton und seine jordanische Frau Nadia Lawton zeigen mit ihren Permakulturprojekten in Jordanien, wie man die Wüste begrünen kann. Jordanien besteht zu 92 Prozent aus Wüste und sie breitet sich immer weiter aus. Es ist eines der wasserärmsten Länder der Welt. Die Nutzung der erneuerbaren Wasserquellen liegt bei 120 Prozent, es ist also absehbar, dass diese Wasserquellen bald erschöpft sein werden. Die industrielle, chemieintensive Landwirtschaft verbraucht wie überall in der Welt 70 Prozent des Wassers. Die Regenerierung der Böden ist daher eine Überlebensfrage.

Den ganzen Artikel bei Susanne Schuster lesen:

http://missubuntu.wordpress.com/2013/10/29/das-begrunen-der-wuste-mit-permakultur-jordanien/

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About Susanne Schuster

Ich bin inspiriert von Ubuntu. Ubuntu ist eine afrikanische Philosophie, die eine Vision für eine menschliche Gesellschaft ausdrückt, in der alle Mitglieder füreinander Sorge tragen und einander gegenseitig unterstützen. Ubuntu ist ein Wort aus den südafrikanischen Bantu-Sprachen und wird durch diese Maxime in Zulu ausgedrückt:

Umuntu ngumuntu ngabantu

Diesen Ausdruck kann man am besten übersetzen als:

“Eine Person ist eine Person durch andere Personen.” Oder: “Ich bin, was ich bin durch Dich.”

Der Schwerpunkt meines Blogs liegt auf dem globalen Süden, vor allem Afrika, denn der Blick auf diesen Kontinent is geprägt von vielen Vorurteilen und gefärbt vom Neokolonialismus. Es droht ein neuer Ressourcenkrieg der kapitalistischen Zentren (USA-Europa) gegen Länder wie China, der mit Hilfe von AFRICOM und NATO auf dem Rücken der Menschen und Umwelt ausgetragen wird. Großkonzerne wie Monsanto und Cargill in Verbindung mit der Gates Foundation führen einen Krieg gegen die kleinbäuerliche Landwirtschaft, die immer noch 80 % der Bevölkerung ernährt und dabei die Artenvielfalt und menschliche Gesundheit erhält. Die Wurzel des Übels liegt im permanenten Kapitalakkumulationsprozess, also im kapitalistischen System. Wir müssen Alternativen schaffen, um dieses zerstörerische System abzuschaffen.

weiterlesen:   http://missubuntu.wordpress.com/about/

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GenerationenVertrag des Lebens

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Ubuntu bei BildDung
https://bilddung.wordpress.com/2013/03/17/ubuntu-ich-bin-weil-wir-sind/
https://bilddung.wordpress.com/2013/03/17/ubuntu-ich-bin-weil-wir-sind/#jp-carousel-4355

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https://bilddung.wordpress.com/2013/08/08/alles-cargill-oder-was/
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Susanne Schuster bei BildDung
https://bilddung.wordpress.com/?s=Susanne+Schuster&x=-809&y=-406

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Der Mann, der Bäume pflanzte

AnchisMovies

Oscarprämierter Zeichentrick-Kurzfilm aus dem Jahr 1987. Basierend auf der gleichnamigen Erzählung von dem französischen Schriftsteller Jean Giono.

Ein 22-jähriger Mann unternimmt im Jahre 1910 alleine eine Wanderung durch das karge Bergland der Provence (Frankreich). Auf der Suche nach Wasser, das ihm ausgegangen war, trifft er per Zufall einen 55-jährigen Schafhirten. Dieser gibt ihm zu trinken und lässt ihn in seiner Hütte übernachten. Neugierig geworden, was diesen Mann dazu bewegt hat, ein solch einsames Leben zu führen, bleibt der junge Mann einige Tage bei ihm.
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Ein einziger Mensch mit seinen schwachen Kräften hat genügt, um aus einer Steppe ein Stück „Gelobtes Land“ zu schaffen. Viele träumen von einem Ideal und zerbrechen an den äußeren Widerständen, der eigenen Ungeduld oder Verbitterung. Das selbstlose Tun eines alten Mannes wird zum Beispiel für die schöpferische Tat, die den Egoismus überwindet und zum Samen für eine neue Wirklichkeit wird.

http://www.vobs.at/spz-kummenberg/fileadmin/user_upload/Texte/Giono_Jean_-_Der_Mann_mit_den_Baeumen.pdf

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