Verfasst von: Reiner Dung | Dezember 31, 2013

JahresWechsel: Alles wird schlimmer

MENSCHENHANDEL
Wenn Kinder zur Ware werden
BKA-Chef Ziercke beklagt „Sklaverei“ in Deutschland – Hintermänner auch Deutsche

Vor allem junge Mädchen sind für die Prostitution begehrt. Sowohl die Opfer als auch ihre Familien schweigen.
Gunars Reichenbachs, Büro Berlin

BERLIN Die Bilder wollen nicht weichen: von den verwahrlosten Kindern, von Not und elendigen Behausungen in den ärmsten Regionen Rumäniens. Die Schauspielerin Nadja Uhl hat sich alles angesehen für den Film „Operation Zucker“ über Kinderhandel und Kinderprostitution in Deutschland, den die ARD am 16. Januar ausstrahlt. Am schlimmsten war das Gespräch mit einem rumänischen „Kinderhändler“. „Er hat immer nur von Ware gesprochen“, erzählt Nadja Uhl, die die „Gesichter der getroffenen Kinder“ niemals vergessen wird – auch nicht diesen Satz des Menschenhändlers: „Hätten wir nicht die Kunden in eurer Welt, gäbe es diesen Markt nicht.“ Eine bitterböse Wahrheit. Kinder sind ein Millionengeschäft auf dem Marktplatz Deutschland.

Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamtes, formuliert es knallhart: „Es geht um Sklaverei!“ Die Opfer kämen meistens aus „ärmlichsten Verhältnissen in Osteuropa“. Die ermittelten Hintermänner – Anwerber, Zuhälter, Dokumentenfälscher und Schleuser – stammten neben 30 Prozent Deutschen vor allem „aus Rumänien, Bulgarien und der Türkei“ und erwirtschafteten mit ihren jungen Opfern „mehrere Tausend Euro im Monat“, sagt Ziercke. Aber auch er kann die Opferzahlen nicht einmal schätzen, weil es „ein riesiges Dunkelfeld“ gebe. Doch Vermutungen lassen sich anstellen. In Deutschland gab es 2011 fast 500 Verfahren wegen „Menschenhandels“. 60 Prozent der Opfer waren unter 21 Jahre, jedes zehnte zwischen 14 und 17 Jahre. Für Ziercke nur ein kleiner Ausschnitt der Wirklichkeit.

Mechtild Maurer von der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor Ausbeutung (ECPAT) kennt die Praxis. Fälle wie die minderjährige Radka aus Bulgarien, die für einen Libanesen anschaffen muss, den 14-jährigen Mustafa aus Kenia, der in einem Haus eingesperrt Männern zur Verfügung gestellt wurde, oder den Fall der 8- bis 13-jährigen Kinder, an denen sich Pädophile vergingen. „Pädophile fragen besonders kleine Kinder nach“, sagt Maurer, die aber auch an die vielen „Klau- und Bettelkinder“ vorwiegend aus Roma-Familien auf Deutschlands Straßen erinnert, die unter kein Strafgesetz fallen. Die Expertin will auch aufräumen mit der Annahme, das sich junge Mädchen „freiwillig“ prostituieren würden. Maurer: „Es gibt keine freiwillige Prostitution bei Kindern!“

80 000 Waisen

Den ganzen Artikel lesen:
http://www.nwzonline.de/hintergrund/wenn-kinder-zur-ware-werden_a_2,0,632263030.html

Guten Rutsch ins neue Jahr

😦
Streit um Gesetz gegen Menschenhandel

Die Berichte sind erschütternd, die Täter mitten in der Gesellschaft und die Behörden zumeist machtlos: Die Bundesrepublik ist zu einem Eldorado der Zwangsprostitution geworden. Eigentlich sollte die längst anstehende Umsetzung der EU-Richtlinie zum Kampf gegen Menschenhandel den massenhaften Missbrauch eindämmen. Doch selten wurde ein Gesetzentwurf so verrissen wie die Regelung, die die Regierungskoalition am Donnerstag im Bundestag verabschieden will. Bei aller gegensätzlichen Einschätzung der Prostitution waren sich die Sachverständigen bei einer Anhörung des Rechtsausschusses im Bundestag einig: Am derzeitigen Los unzähliger Opfer von Zwangsprostitution wird die Regelung kaum etwas ändern.
Wie kam es überhaupt zu dieser Entwicklung? Der Augsburger Kriminalhauptkommissars Helmut Sporer nennt zwei Gründe: das Armutsgefälle in der EU und das Prostitutionsgesetz der rot-grünen Regierung von 2002. Die Regelung sollte das Gewerbe zur normalen Dienstleistung machen, einschließlich Sozialversicherung. Für die meisten Sexarbeiterinnen ist sie zur Falle geworden. Sporer spricht von einer „Generalvollmacht für Bordellbesitzer“.

„Elends-, Armuts-, und Zwangsprostitution ist der Normalfall“
Als eine der wenigen Städte registriert Stuttgart jede Prostituierte. 2012 waren dort von den 3.359 im Gewerbe tätigen Frauen 82 Prozent Ausländerinnen. Bei den Neuzugängen lag ihr Anteil bei 90 Prozent. Die meisten kommen aus Rumänien, Bulgarien und Ungarn und können kein Deutsch. Nach der Erfahrung von Sabine Constabel vom Gesundheitsamt Stuttgart „kommt die typische Prostituierte aus Osteuropa, ist Anfang 20 und hat zwei oder drei Kinder im Heimatland“. Nicht mehr „professionelle Huren“ bestimmen das Geschäft, sondern „Elends-, Armuts-, und Zwangsprostitution ist der Normalfall“, so Constabel. Viele würden sogar von Angehörigen begleitet – in jenes Land, wo Prostitution rechtlich ein normaler Job ist, und die Frau eine internationale angebotene Ware für Flatrate-Sex.

Den ganzen Artikel lesen:
http://www.katholisch.de/de/weltkirche/aktuelles/20130626_eurichtlinie_menschenhandel.php
😦
Armutsprostitution in Zürich, Roma aus Ungarn und die Situation vor Ort

RomaSintiInfo
😦
Prostitution: Deutschland ist ein Paradies für Menschenhändler

Der Menschenhandel blüht. Und Deutschland entwickelt sich zum Eldorado für Menschenhändler, die – vor allem – Frauen und Kinder dazu zwingen, sich an zahlende Kunden zu verkaufen. Nach Schätzungen der OSZE bringen Menschenhändler jedes Jahr allein zwischen 120.000 und 500.000 Frauen von Mittel- und Osteuropa nach Westeuropa und zwingen sie oft zur Prostitution.

http://pravdatvcom.wordpress.com/2013/04/07/prostitution-deutschland-ist-ein-paradies-fur-menschenhandler/
😦

Alles wird schlimmer
Saarbrücken: “Die Prostitution hat unerträgliche Ausmaße angenommen”
http://pravdatvcom.wordpress.com/2013/09/26/saarbrucken-die-prostitution-hat-unertragliche-ausmase-angenommen/
😦
EU-Bericht: In Europa leben 880.000 Sklavenarbeiter

Rund 880.000 Menschen in der Europäischen Union gelten als Sklavenarbeiter, mehr als ein Viertel von ihnen wird sexuell ausgebeutet. Das geht nach Informationen des SPIEGEL aus einem Bericht des CRIM-Komitees hervor. Das Komitee ist ein Sonder-ausschuss des Europäischen Parlaments, der organisiertes Verbrechen, Geldwäsche und Korruption in Europa untersucht.

Demnach machen organisierte Verbrecherbanden allein mit Menschenhandel jährlich Profite in Höhe von rund 25 Milliarden Euro.

http://pravdatvcom.wordpress.com/2013/10/13/eu-bericht-in-europa-leben-880-000-sklavenarbeiter/
😦

Advertisements

Responses

  1. Mit der Groko wird jetz der rote Teppich für Machenschaften solcher Art bereitet werden. Ein guter Beitrag für ein neues Jahr an dem es nichts aber rein gar nichts zu feiern gibt. Es wird ein Jahr der Tränen werden in dem Täterschutz und Opferverfolgung zum Rechtgut erklärt werden wird.
    Mein Optimismus bleibt diesmal zu Hause.

    • Viele werden 2014 spüren, dass sie Verlierer und Opfer sind.


Kategorien

%d Bloggern gefällt das: