Verfasst von: Reiner Dung | Dezember 29, 2013

Frau des Jahres 2013: Inge Hannemann

Die Hartz-IV-Rebellin Inge Hannemann

Ihre Kritik an Hartz IV wiegt besonders schwer: Inge Hannemann hat in Jobcentern gearbeitet, kennt die Abläufe dort genau. Inzwischen hat sie selber keine Arbeit mehr: Sie wurde suspendiert und streitet jetzt mit ihrem Arbeitgeber vor Gericht.

Hartz IV, da ist sich Inge Hannemann sicher, ist menschenunwürdig, macht die Leistungsempfänger psychisch krank und führt in einen Unrechtsstaat – starker Tobak für eine Mehrheitsentscheidung demokratisch gewählter Volksvertreter. Dass ihr Arbeitgeber sie freigestellt hat, hat sie daher nicht verwundert. „Damit habe ich viel früher gerechnet, weil mein Blog steht ja seit eineinhalb Jahren unter Beobachtung. Es hieß ja, ich sollte ihn einstellen, bevor ich überhaupt an der Öffentlichkeit war. Es hatte sich angekündigt, schon eben beim ersten Mal, als es hieß, ich soll schriftlich bestätigen, dass ich nicht über Hartz IV schreibe. Da kam meine Geschäftsführung von der Jobcenter-Zentrale über einen Dritten, über meinen damaligen Standortleiter, der hatte mir ausgerichtet, ich soll schriftlich bestätigen, dass ich nicht über diese Themen schreibe. Was ich nicht getan habe.“

Auszeichnung Whistleblower
TextAuszug 🙂

Am Sonntag hat sie einen internen Bericht des Bundesrechnungshofes, der ihr zu gespielt wurde, auf ihren Blog gestellt. Darin wird die Einkommensberechnung bei Hartz IV beanstandet. Die Arbeitsagentur hat den Blog abonniert. Die nächste Abmahnung wird bald im Briefkasten liegen. Sie sammelt sie. Abschrecken lässt sich Inge Hannemann dadurch nicht: „Ich sage mal, Whistleblowing nicht an sich macht glücklich, aber etwas zu tun, für was man wirklich einsteht, das macht glücklich.“

Den ganzen Artikel lesen:
http://www.deutschlandfunk.de/portraet-die-hartz-iv-rebellin-inge-hannemann.772.de.html?dram:article_id=270470
🙂
KenFM am Set: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages

wwwKenFMde
🙂
Hilfe für Arbeitslose
http://www.ingehannemann.de/links/
🙂
Inge Hannemann über Sanktionen und Praktiken in Jobcentern

PETTYNEWS

🙂

Zwei Whistleblower erzählen
Protokolle Was passiert mit Menschen, nachdem sie Geheimnisse an die Öffentlichkeit bringen? Wie fühlen sie sich, wie kämpfen sie? Inge Hannemann und Guido Strack berichten.

http://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/zwei-whistleblower-erzaehlen

http://www.freitag.de/autoren/mcmac/petition-46483

SozialNetz
Petition 46483
http://www.freitag.de/@@search?Subject:list=inge%20hannemann

Medien ignorieren Petition

Damit hat erstmals eine öffentliche Petition zu diesem Thema das Quorum von 50000 Stimmen erreicht. Nun muß sich der Petitionsausschuß damit befassen. Wann er dies tun wird, steht jedoch in den Sternen. Zudem kann das Gremium die öffentliche Beratung und die Anhörung der Einreicherin mit einer Zweidrittelmehrheit abschmettern. Angesichts der Übermacht der Sanktionsbefürworter von CDU, CSU, SPD und Grünen ist damit zu rechnen. Ein Blick in die Jahresberichte des Ausschusses zeigt zudem, daß regelmäßig Anliegen von Petenten abgebügelt wurden, die dem Willen der Regierenden widersprachen.

Den ganzen Artikel lesen:
http://www.jungewelt.de/2013/12-23/032.php
🙂

Über 83.000 unterstützen Inge Hannemann
Ein Grundrecht kürzt man nicht. Hartz-IV-Sanktionen abschaffen

http://www.katja-kipping.de/de/article/750.%C3%BCber-83-000-unterst%C3%BCtzen-inge-hannemann.html

gefunden bei:
http://krisenfrei.wordpress.com/2013/12/18/10-jahre-hartz-iv-eine-schadensbilanz/

Inge Hannemann ist nicht unumstritten.
Immer kritisch sein, jeder soll sich daher selbst ein Bild machen.
😦

„Inge Hannemann gefährdet tausende Mitarbeiter der Jobcenter“

Kommentar zur Presseerklärung der Bundesanstalt für Arbeit

In einer Presseerklärung vom Freitag hat die Bundesanstalt für Arbeit die durch ihre öffentliche Kritik an Hartz 4 bekanntgewordene Jobcentermitarbeiterin Inge Hannemann massiv angegriffen und ihr vorgeworfen, durch ihre Äußerungen die vielen tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter „beleidigt, herabgewürdigt und in Gefahr gebracht“ zu haben.
Die Kritik von Frau Hannemann an Hartz 4 und an der Arbeit der Jobcenter sei falsch und führe „die Öffentlichkeit in die Irre“. Es gäbe auch nicht „Tausende von Selbstmorden unter Kunden der Grundsicherung“.
Das sieht zum Beispiel Norbert Hermann, Lehrbeauftragter für Sozialrecht und langjähriger Hartz4-Berater in Bochum, anders. Gegenüber Telepolis erklärt er: „Inge Hannemann hat ausgesprochen, was Fachleute bis hin zu Professoren und Professorinnen seit Jahren versuchen, der Öffentlichkeit zu vermitteln: Hartz IV und seine Umsetzung hat ein großes menschenzerstörendes Potential. Das Suizidrisiko wird von Fachleuten als um das 20-Fache erhöht eingeschätzt.”

TextAuszug:-)

Das ist, so weiß jeder Betroffene, natürlich falsch. Nicht mal telefonisch sind die Mitarbeiter in den meisten Jobcentern noch zu erreichen; Anrufe werden auf Callcenter ausgelagert. In einem nicht öffentlichen Gespräch gibt denn auch ein Mitarbeiter der Geschäftsführung einen Hinweis auf den wahren Grund der Ablehnung solcher dringend erforderlicher Sicherheitsmaßnahmen: „Wissen Sie, Herr Heck, was so eine Schleuse kostet?“
Dass sie dem neoliberalen Staat nicht viel mehr wert sind als die Erwerbslosen, die sie verwalten sollen, das wissen auch die meisten Jobcentermitarbeiter nur zu gut. Auch dass es nicht die Kritik von Inge Hannemann ist, die sie in Gefahr bringt, wissen ihre tausenden Kolleginnen und Kollegen in den Jobcentern natürlich. Und viele unter ihnen bewundern Hannemann denn auch mehr oder weniger heimlich für ihren Mut. Und wissen: Nicht ihre Kollegin Hannemann „hat sich den falschen Beruf ausgesucht“, wie es in der Pressemitteilung abschließend heißt. Und nicht unter Hannemann leiden sie, wie behauptet, sondern unter einer verfehlten Politik, getragen und noch verschärft durch den Vorstand der Bundesanstalt für Arbeit.

Den ganzen Artikel von Klaus Heck lesen.
http://www.heise.de/tp/blogs/8/154446
😦

Mißbrauch des Petitionsrechts durch Mitarbeiterin der Arbeitsagentur

Weitere Todesfälle – ist eine Liste von Kunden von Arbeitsagentur / Jobcenter, die getötet wurden bzw. in den Tod getrieben wurden:

Hartz 4 TodesListe

Um eine wiederholte Zensur zu vermeiden, wird diese Liste im folgenden noch einmal wiedergegeben.
Den ganzen Artikel lesen:
https://linksunten.indymedia.org/de/node/100390/

Auch die Kommentare von ethic, Ralph Boes usw. lesen!
🙂
Die Würde des Menschen ist unantastbar !
Brandbrief eines entschiedenen Bürgers
http://www.grundrechte-brandbrief.de/

PflichtVideo zur HartzAufKlärung.
KenFM im Gespräch mit: Ralph Boes

wwwKenFMde

Inge Hannemann, langjährige Mitarbeiterin des Jobcenters Hamburg-Altona, wollte diesen Staatsterror nicht mehr Mittragen und wurde zur Whistleblowerin.
Sie formulierte eine Petition an den Deutschen Bundestag, um zumindest die „Sanktionen“ gegen die Hartz-IV-Empänger wieder rückgängig zu machen.
Auf ihrer Homepage heißt es zu diesen Sanktionen:

„Sanktionen nach dem SGB II und XII stellen in ihrer jetzigen Form eine bedrohliche Existenzgefährdung dar. So ist zu beobachten, dass Erwerbslose, selbst wenn sie noch nie davon betroffen waren, vor den Sanktionen Ängste entwickeln. Ein Damoklesschwert, welches über ihnen schwebt und viele dann lieber auch Nachteile in Kauf nehmen, anstatt ihre Rechte einzuklagen. Damit wird und ist ein Angstsystem entwickelt worden, welches die Menschen in eine Abhängigkeit von den Jobcentern führt. Sanktionen dürfen niemals eine erzieherische Maßnahme sein. So werden sie jedoch intern vermittelt und es wird an das soziale Gewissen der Mitarbeiter appeliert. Das soziale Gewissen sollte und muss aus der Kenntnis der Menschenrechte und Würde bestehen.“

Hartz 4 bei BildDung
https://bilddung.wordpress.com/?s=Hartz+4&x=-813&y=-406

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