Verfasst von: Reiner Dung | Dezember 24, 2013

Rudi Dutschke: Die Besten müssen früh sterben

Heute ist der 34. TodesTag von Rudi Dutschke, einem außergewöhnlichen Mann,
dessen Aussagen auch heute noch Gültigkeit haben. Das Attentat und
der merkwürdige „BadeWannenTod“ werfen auch heute noch viele Fragen auf.

🙂

Rudi Dutschke
Alfred Willi Rudi Dutschke, Rufname Rudi (* 7. März 1940 in Schönefeld bei Luckenwalde; † 24. Dezember 1979 in Aarhus, Dänemark), war ein deutscher marxistischer Soziologe und politischer Aktivist. Er gilt als bekanntester Wortführer der westdeutschen und West-Berliner Studentenbewegung der 1960er Jahre.

Dutschke war mit Gretchen Dutschke-Klotz verheiratet, mit der er drei Kinder hatte. Er starb 1979 an den Spätfolgen eines Attentats, bei dem er 1968 schwere Hirnverletzungen davongetragen hatte.

Attentat[Bearbeiten]

Gedenktafel für Rudi Dutschke am Tatort vor dem Haus Kurfürstendamm 141
Am 11. April 1968 schoss der junge Hilfsarbeiter Josef Bachmann vor dem SDS-Büro am West-Berliner Kurfürstendamm dreimal auf Dutschke. Er traf ihn zweimal in den Kopf, einmal in die linke Schulter. Dutschke erlitt lebensgefährliche Gehirnverletzungen und überlebte nur knapp nach einer mehrstündigen Operation.[21]

Bachmann hatte Ausschnitte aus der Deutschen National-Zeitung bei sich, darunter die Titelzeile „Stoppt den roten Rudi jetzt“ und Fotos von Dutschke. In seiner Wohnung hing ein selbstgemaltes Porträt Adolf Hitlers.[22] Man vermutete daher rechtsextreme Motive eines Einzeltäters.[23] Bachmann hatte seit 1961 Kontakte zu Neonazis in Peine. Von ihnen hatte er die Tatwaffe gekauft, an ihren Schießübungen teilgenommen und bereits zuvor ein Attentat auf Walter Ulbricht mit ihnen ins Auge gefasst. Diese Hintergründe, die erst 2009 aus Unterlagen der DDR-Staatssicherheit und der West-Berliner Polizei öffentlich bekannt wurden, hatte Bachmann bei seiner Vernehmung offen zugegeben. Ob Bachmann das Attentat mit anderen geplant haben könnte, wurde nicht ermittelt.[24]

1968 machten viele Studenten die Springerpresse für das Attentat verantwortlich, da diese zuvor monatelang gegen Dutschke und die demonstrierenden Studenten agitiert hatte. Die Boulevardzeitung Bild schrieb z. B. am 7. Februar 1968: „Man darf auch nicht die ganze Dreckarbeit der Polizei und ihren Wasserwerfern überlassen.“ Sie rief Tage vor dem Attentat zum „Ergreifen“ der „Rädelsführer“ auf.[25] Bei den folgenden Ausschreitungen – den bis dahin schwersten – wurden das Gebäude des Springerverlags angegriffen und Auslieferungsfahrzeuge für seine Zeitungen angezündet.[26] Die Molotowcocktails, mit denen die Lieferwagen in Brand gesteckt wurden, hatte Peter Urbach unter den Demonstranten verteilt, ein V-Mann und Agent provocateur des Berliner Verfassungsschutzes.[27][28]

Dutschke eignete sich Sprache und Gedächtnis in monatelanger Sprachtherapie mühsam wieder an. Zur Genesung hielt er sich ab 1969 in der Schweiz, Italien und Großbritannien auf. Nach vorübergehender Ausweisung von dort konnte er 1970 ein Studium an der Universität Cambridge beginnen. Die Umzugskosten in Höhe von DM 3.000 trug, wie 1975 bekannt wurde, Bundespräsident Gustav Heinemann aus eigener Tasche.[29] Nach dem Regierungswechsel 1970 wurde Dutschkes Aufenthaltserlaubnis jedoch aufgehoben. Daraufhin zog er nach Dänemark, wo ihn die Universität Aarhus als Soziologiedozenten anstellte.[30]

Bachmann wurde wegen versuchten Mordes zu sieben Jahren Haft verurteilt. Dutschke nahm brieflich Kontakt mit ihm auf, erklärte ihm, er habe keinen persönlichen Groll gegen ihn, und versuchte, ihm ein sozialistisches Engagement nahezubringen. Bachmann beging jedoch am 24. Februar 1970 im Gefängnis Selbstmord. Dutschke bereute, ihm nicht öfter geschrieben zu haben: „[…] der Kampf für die Befreiung hat gerade erst begonnen; leider kann Bachmann daran nun nicht mehr teilnehmen […]“[31]

TextAuszug 🙂

Nachdem Rudolf Bahro in der DDR zu acht Jahren Haft verurteilt worden war, organisierte und leitete Dutschke im November 1978 den Bahro-Solidaritätskongress in West-Berlin.[44] 1979 wurde er Mitglied der Bremer Grünen Liste und beteiligte sich an ihrem Wahlkampf. Nach ihrem Einzug in das Stadtparlament wurde er zum Delegierten für den für Mitte Januar 1980 geplanten Gründungskongress der Partei Die Grünen gewählt.[45]

Am 24. Dezember 1979 ertrank Dutschke in seiner Badewanne infolge eines epileptischen Anfalls, einer Spätfolge des Attentats.[46][47] Am 3. Januar 1980 wurde er auf dem St.-Annen-Kirchhof in Berlin-Dahlem feierlich beigesetzt.

TextAuszug 🙂

Dutschke verstand sich seit seiner Jugendzeit als demokratischer Sozialist. In seiner Studienzeit entwickelte er sich zu einem überzeugten revolutionären Marxisten, der sich in die freiheitlichen Traditionen der Arbeiterbewegung stellte und sich sowohl vom Reformismus wie vom Stalinismus abgrenzte.[51]

Dutschkes Ziel war die „Abschaffung von Hunger, Krieg und Herrschaft“[52] durch eine „Weltrevolution“. Damit knüpfte er an den christlichen Sozialismus seiner Jugend an:[53]

„Christentum habe ich insofern bis zu meinem Abhauen aus der DDR nie als Staatskirche, nie als Herrschafts-Opium kennengelernt. Es ging immer darum, die Liebe und Hoffnung auf bessere Zeiten nicht untergehen zu lassen.“

1964 zum Karfreitag schrieb er in sein Tagebuch über „der Welt größten Revolutionär“:[54]

„Jesus Christus zeigt allen Menschen einen Weg zum Selbst – diese Gewinnung der inneren Freiheit ist für mich allerdings nicht zu trennen von der Gewinnung eines Höchstmaßes an äußerer Freiheit, die gleichermaßen und vielleicht noch mehr erkämpft sein will.“

1978 erklärte er bei einem Treffen mit Martin Niemöller:[55]

„Ich bin ein Sozialist, der in der christlichen Tradition steht. Ich bin stolz auf diese Tradition. Ich sehe Christentum als spezifischen Ausdruck der Hoffnungen und Träume der Menschheit.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Rudi_Dutschke

Seit 1960 ist es mit dem Wohlstand vorbei

Toni All

Deutscher Verfassungsschutz liefert Molotow-Cocktails für „Studentenunruhen“:

Das „weltweit aufsehenerregenste Fanal“ der 68er Studentenrevolte war das Abfackeln des Wagenparks des Axel-Springer-Verlags am Abend des Attentats auf Rudi Dutschke. Peinlicherweise kam heraus, daß der Lieferant der dazu benötigten Molotow-Cocktails ein Agent des West-Berliner Landesamts für Verfassungsschutz namens Peter Urbach war. Die Unruhen waren also politisch gewollt. Die Schlapphüte betätigten sich einmal mehr nicht als Hüter, sondern als Feinde der Verfassung. Die Einzelheiten dieses Skandals entnehmen wir der vortrefflichen Darstellung von Dr. Andreas von Bülow, ehemals Bundesminister:

http://www.luebeck-kunterbunt.de/BRD-System/Provokation5.htm
http://www.luebeck-kunterbunt.de/Favoriten/Rudi_Dutschke2.htm

Dutschke selbst war überzeugt, daß ihm der sowjetische Geheimdienst nach dem Leben getrachtet hatte. Er trug einen Brief an sein „geliebtes Gretchen“ mit sich herum, in dem er festhielt, was ihm auch passieren würde, selbst ein „harmloser“ und unverdächtiger Tod, seine Frau sollte wissen, daß der KGB ihn ausschalten wollte. Der Tod in der Badewanne 1979 schien so eindeutig zu sein, daß nicht einmal eine Obduktion veranlaßt wurde.
Dutschke selbst sah sich in der Tradition von Thomas Müntzer. Er war gegen jede Form von bürokratischer Macht und Fremdherrschaft. Kompromisse waren ihm zuwider. Er wurde von keinerlei Skepsis oder Zynismus bewegt. Dadurch unterschied er sich von seinen atheistischen „Genossen“. Er folgte einem tiefen, christlichen Glauben. Er las und kannte die Bibel und zog aus den alten Propheten Hoffnung und Mut. Jedoch wollte er seinen Glauben nach außen tragen und nicht in Demut verglühen lassen. Dieses christliche Denken prägte den Revolutionär Dutschke.

Prof. Dr. Bernd Rabehl, Jahrgang 1938, ehemals engster Vertrauter von Rudi Dutschke, war einer der wichtigsten Theoretiker des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS), dessen Bundesvorstand er bis 1968 angehörte. 2002 veröffentlichte er die Monographie „Rudi Dutschke. Revolutionär im geteilten Deutschland“ (Edition Antaios, Schnellroda)

Quelle: JUNGE FREIHEIT 17./24. Dezember 2004
😦
„Dutschkes Fernziel ist die Weltrevolution, sind Sozialismus und Kommunismus auf der ganzen Erde – wenn auch nicht nach dem Modell der Russen oder Chinesen, sondern nach eigenen Visionen. Dutschke wird die Symbolgestalt dieses gigantischen Entwurfs, ihr selbstgewisser Held und Rhetor: ‚Er war ein Redner, wie es außer Strauß und Wehner in Deutschland nach 1945 keinen mehr gegeben hat‘, schreibt SPIEGEL- Herausgeber
Rudolf Augstein in seinem Nachruf. Und außerdem: ‚unkorrupt bis ins Mark‘.“

DER SPIEGEL 14/ 2003/ 82
„Jesus ist auferstanden, Freude und Dankbarkeit sind die Begleiter dieses Tages; die Revolution, die entscheidende Revolution der Weltgeschichte ist geschehen, die Revolution der Welt durch die alles überwindende Liebe. Nähmen die Menschen voll die offenbarte Liebe im Für-sich-Sein an, die Wirklichkeit des Jetzt, die Logik des Wahnsinns könnte nicht mehr weiterbestehen.“

Rudi Dutschke – Tagebuchaufzeichnung von Ostern 1963

„Der asozialen Politik der DGB-Gewerkschaften, die einzig auf
Besitzstandwahrung für ihre Klientel und gegen die Interessen der
Arbeitslosen und des ganzen Landes gerichtet ist, muß eine
gewerkschaftliche Alternative entgegengesetzt werden.“

Professor Bernd Rabehl – Mitarbeiter und Weggefährte von Rudi Dutschke

„Ich wollte immer über die Zuwanderung reden. Per Telefon wurde mir
gedroht: Wenn du bei den Burschenschaftlern sprichst, dann kannst du was
erleben. Ich lasse mir aber von niemandem das Maul verbieten.“

Bernd Rabehl – Soziologie- Professor und Weggefährte von Rudi Dutschke
🙂
Rudi Dutschke: Gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit

„Revolution ist nicht ein kurzer Akt, wo mal irgendwas geschieht und dann ist alles anders. Revolution ist ein langer komplizierter Prozess, wo der Mensch anders werden muss.“

http://orwellschewelt.blogspot.de/2012/05/im-interview-revolutionar-rudi-dutschke.html

😦
Linke und rechte Patrioten
http://www.luebeck-kunterbunt.de/Favoriten/Patrioten2.htm
😦

KenFM nachdenKEN: Rudi Dutschke 1967

wwwKenFMde

Der kollektive Verlust von Gedächtnis ist die Basis für den Machterhalt durch die Eliten.
Das Wahlergebnis 2013 hat erneut gezeigt, auch die Wiedervereinigte BRD bleibt ein geistiges Entwicklungsland.

Keine Stasi-Akten über Dutschke-Attentäter

Nach den Enthüllungen über die Stasi-Beteiligung am Mord von Benno Ohnsorg, forderte Rudi Dutschkes Sohn Aufklärung über das Attentat an seinem Vater. Doch offenbar liegen darüber keine Stasi-Aktien vor.

TextAuszug 🙂

Stasi gegen antiautoritären Sozialismus

Sein Vater habe vermutet, dass das DDR-Ministerium für Staatssicherheit hinter dem Anschlag auf ihn gesteckt habe, sagte Marek Dutschke. Dies gehe aus einem Brief hervor, den Rudi Dutschke seiner Frau Gretchen hinterlassen habe.

«Die DDR, so mein Vater, habe damals gefürchtet, dass der antiautoritäre Sozialismus, für den Rudi stand, auf den anderen Teil Deutschlands überschwappen könnte», sagte Marek Dutschke. Er fordert die für die Stasi-Akten zuständige Birthler-Behörde auf, «gezielt nach einer Stasi-Verbindung auch von Josef Bachmann zu forschen. Ist es möglich, dass auch der Attentäter Josef Bachmann ein Stasi-Mann war?»

Den ganzen Artikel lesen:
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Keine-StasiAkten-ueber-DutschkeAttentaeter/story/23929939
:!;

Benno Ohnesorg wurde kaltblütig ermordet
Wir haben das schon damals gesagt – und wir hatten recht!

Und was die westdeutschen Sicherheitsbehörden anbetrifft: Damals wurden wir heftig gescholten, wenn wir sagten, Ohnesorg sei ermordet worden. Heute weiss man, wir hatten recht.

Glauben Sie also nicht denen, die sich dem System anbiedern, glauben Sie den Linken: Dies System ist zutiefst verfault und muss abgelöst werden!

Den ganzen Artikel bei Karl Weiss lesen:
http://www.karl-weiss-journalismus.de/?p=1411
🙂
Volkes Stimme über Rudi Dutschke
http://www.detlev-mahnert.de/tretmuehle.html
🙂
BankRaub = Eine Bank raubt Staat und Bürger aus
https://bilddung.wordpress.com/2013/02/28/bankraub-eine-bank-raubt-staat-und-burger-aus/
https://bilddung.wordpress.com/2013/02/28/bankraub-eine-bank-raubt-staat-und-burger-aus/#jp-carousel-4116

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