Verfasst von: Reiner Dung | November 30, 2013

ParteienAristokratie statt Demokratie

Pfeiler der Demokratie

Das gestörte Verhältnis von Norbert Lammert zur Demokratie

Geschrieben von Jochen Hoff

Die Befragung der SPD-Basis über eine Koalition mit der Union ist für Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) kein Zukunftsmodell: „Eine kleine Minderheit könne dann eine klare Präferenz von 61 Millionen Wahlberechtigten korrigieren. Das hielte ich für fragwürdig“. Norbert Lammert war ja schon oft ein  Thema auf Duckhome. Insbesondere seine Aussage das Lobbyismus, also Bestechung, ein Grundpfeiler der Demokratie sei, sagt viel über ihn aus, wie auch die Tatsache, dass er nichts, aber auch gar nichts gegen Abgeordnetenbestechung unternommen hat. Aber das ist ja nur Wirkung und nicht Ursache.

Ursache könnte sein, dass er wie Anette Schavan ein Produkt des katholischen Cusanuswerkes.ist, das Studierende vom rechten Geist unterstützte und dem manch schöne politische oder sonstwie einflussreiche Karriere zu verdanken ist. Etwas auffällig ist, dass sowohl Frau Schavan, als auch Herr Lammert sich wegen Plagiatsvorwürfen verantworten mussten. Während Frau Schavan das politisch richtigerweise nicht überlebte, konnte sich Lammert auf zweifelhafte Art und Weise aus der Schlinge ziehen. Es bestehen ob der politischen Macht von Lammert erhebliche Bedenken ob die Ruhr-Universität überhaupt frei entscheiden konnte.

Aber nein, das sind auch nicht die Ursachen. Es ist das politische System in Deutschland. Politische Ämter werden in Deutschland im wesentlichen ja nicht durch Wahlen, sondern durch die Parteispitzen vergeben. Es handelt sich also um eine Art feudalistisches Lehen, das den gehorsamen Vasallen verliehen wird. Der Wähler spielt in dieser Struktur überhaupt keine Rolle. Er ist lästiges Stimmvieh und noch lästiger in seinen Forderungen. Hieß es früher, wem Gott ein Amt gegeben hat, dem hat er auch den Verstand dazu gegeben, so wird der Begriff Gott heute durch die Parteoberen ersetzt, auch wenn bei Lammert sicherlich auch noch die Ansicht vorherrscht, er sei auch von Gott berufen.

Tatsächlich bildet sich so eine neue Aristokratie, die einzig darauf fundiert, dass ihnen Amt und Würde als Lehen gegeben wurde. Daneben natürlich auch ein schöner Verdienst und diverse noch schönere Zuverdienstmöglichkeiten. Wenn einem klar ist, dass die politische Klasse sich selbst als Aristokratie begreift, dann ist natürlich klar, dass das Volk so unentlich weit unter dieser Aristokratie steht, dass es bedeutungslos ist. Von Bedeutung ist nur die Parteispitze, die das Lehen jederzeit wieder entziehen kann.

Die Parteispitzen wie auch die aristokraitschen Abgeordneten sind von Lobbyisten umschwärmt. Die Lobbyisten mit dem meisten Geld und der größten Zahl sind die Wirtschaftslobbyisten, die gleichzeitig auch die Macht über die Medien und damit über Wahlentscheidungen durch Propaganda haben. So wie Schröder der Genosse der Bosse sein wollte und dafür jede sozialdemokratische Position verraten hat, wollen alle die Anerkennung des Großkapitals und begreifen dieses auch als den übergeordneten Lehnsherren. Das Ganze hat mit Demokratie wenig zu tun, es ist reiner Feudalismus und da es nur ein Feudalismus auf Zeit ist, entsteht ein weiteres Problem.

TextAuszug 🙂

Lammert fürchtet sich vor solchen Befragungen. Weil Demokratie ist anders als die Feudalherrschaft des Großkapitals, der er sich gerne unterwirft, nur schwer kalkulierbar. Ja am Ende könnte es ihn und seine Königin die Macht kosten. Da Macht, das einzige ist, was ihm wirklich heilig ist, ist sein Weltbild damit in Frage gestellt und davor fürchtet er sich unendlich. Ein Lehen aus der Hand der Superreichen zu empfangen ist für ihn kalkulierbar. Da muss er nur gehorchen und er wird wie ein braver Hund gelobt und bekommt ein Leckerli. Das Volk aber ist für ihn unkalkulierbar und es macht ihm Angst.

Die Politik hat sich in eine Festung zurückgezogen. Sie lassen ihre Trompeter stündlich von Türmen herab tröten, aber sie wagen sich nicht mehr heraus. Sie hoffen das die dicken Mauern, die Sperren und die Wachposten sie beschützen und haben doch Todesängste, dass dieses Volk plötzlich kommen könnte. Sie fürchten sich schon heute vor Bambi und das ist gut so. Ihre Politik wird immer gemeiner, weil sie noch daran glauben das Angst und Schrecken das Volk fernhält. Sie hätten vielleicht doch einmal einen Blick in die Geschichtsbücher werfen sollen.

Ihre Festungen sind ihr Gefängnis.

Den ganzen Artikel bei Duckhome.de lesen :
http://duckhome.de/tb/archives/11484-Das-gestoerte-Verhaeltnis-von-Norbert-Lammert-zur-Demokratie.html

🙂

ParteienAristokratie statt Demokratie

 

DenkMalbild

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Responses

  1. Hat dies auf monopoli rebloggt.

  2. Reblogged this on Treue und Ehre.


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