Verfasst von: Reiner Dung | Juli 14, 2013

Der Mensch, die Krone der Schöpfung?

Wie sieht die Bibel den Menschen?

Der Mensch wird in der Bibel immer in Beziehung zu Gott gesehen. In 1 Mose/Genesis 2,7 heißt es, dass Gott den Menschen aus Erde gemacht hat. Damit ist bereits Grundlegendes über ihn gesagt: Er ist von Gott geschaffen und gewollt, und er ist vergänglich (vgl. Psalm 103,14-16; Hiob/Ijob 25,6; 1 Petrus 1,24-25). In beidem unterscheidet er sich nicht wesentlich von den anderen Geschöpfen. Doch in einem ist er als Geschöpf einzigartig: Menschen sind Ebenbilder Gottes (1 Mose/Genesis 1,26-28).

Das bedeutet, sie sollen bewusst in Beziehung zu Gott und als seine Stellvertreter auf der Erde leben. Adam bekommt in 1 Mose/Genesis 2,15-17 den Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren. Das hebräische Wort »Adam« ist genau genommen kein Eigenname, sondern bedeutet »Mensch, Menschheit«. Uns allen ist damit die Welt anvertraut wie Hirten, die für ihre Mitgeschöpfe Verantwortung haben und dem Besitzer Rechenschaft schuldig sind.

Die Ebenbildlichkeit wird auf Mann und Frau bezogen. Es gibt Unterschiede zwischen ihnen, aber beide sind gleichwertig und gleichberechtigt.

Als Ebenbilder Gottes können Menschen selbst schöpferisch sein. Sie können Nachkommen zeugen, sie können etwas schaffen, gestalten, herstellen.

Über das Geschaffensein des Menschen von Gott und seine Gottebenbildlichkeit hinaus finden sich gerade in den ersten Kapiteln der Bibel noch weitere grundlegende Aussagen über ihn. Dazu gehört vor allem, dass ihm notwendige Grenzen gesetzt sind durch Gottes Gebot (1 Mose/Genesis 2,16-17) und dass Menschen Gemeinschaftswesen sind (1 Mose/Genesis 2,18).

Doch die Bibel erzählt auch davon, dass der Mensch seine Bestimmung oft verfehlt (1 Mose/Genesis 3): Er will seine Begrenztheit nicht akzeptieren, will eigenmächtig handeln und letztlich sein wie Gott. So verstößt er gegen Gottes Gebot und zerstört damit seine Beziehung zu Gott, zu seinen Mitgeschöpfen und zu seinem Tun. Der Engel, der das Paradies bewacht, aus dem Gott den Menschen vertrieben hat (1 Mose/Genesis 3,24), ist Symbol für diese grundlegende Störung aller Lebensbezüge.

Es ist die Botschaft der Bibel, dass Gott den Menschen nicht diesem Zustand der Schuld und der Gottesferne überlässt. In Jesus Christus hat er Mensch und Welt wieder mit sich versöhnt. Dementsprechend sieht das Neue Testament in Jesus Christus das wahre Ebenbild Gottes (Kolosser 1,15). In ihm ist die Bestimmung des Menschen verwirklicht. Er lebt in enger Gemeinschaft mit Gott, hört Gottes Wort, tut seinen Willen und vertraut ihm ganz und gar. Er ist solidarisch mit seinen Mitmenschen, wendet sich ihnen helfend zu und durchbricht dabei auch die Grenzen zwischen den Menschen. Sein Handeln teilt uns Gottes Nähe mit: Es bringt uns Gottes bedingungslose Annahme und Liebe. Damit stellt er unsere Beziehung zu Gott und untereinander auf eine neue, tragfähige Grundlage, und wir können nun auch unsere Zuwendung zueinander als Ausdruck der Liebe Gottes zu uns Menschen neu verstehen und gestalten.

Quelle
http://www.die-bibel.de/bibelwissen/botschaft-der-bibel/der-mensch/

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MAN

Steve Cutts

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Heilige Bücher von Menschen geschrieben

Mensch – Krone der Schöpfung?

aktionumwelt

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Die Krone der Schöpfung

Als Gott die Erde hat erschaffen,
schuf er ganz zum Schluss die Affen.
Hoch zufrieden, voller Glück,
lehnte er sich dann zurück.
„Ihr Affen“, sprach er, „sollt allein
die Krone meiner Schöpfung sein.“

Doch halt, was musste er da sehn?
Schlimme sittliche Vergehn!
Die Affen trieben’s kreuz und quer,
zu dritt, zu viert, und oft noch mehr.
Sie liebten sich in allen Lagen,
fünf, sechs Mal an manchen Tagen.

Da packte Gott der blanke Neid.
„Die haben Spaß. Das geht zu weit!“
Deshalb, um ihren Trieb zu zähmen,
schrie er laut: „Ihr sollt euch schämen!
Werdet prüde und gehemmt,
eifersüchtig und verklemmt!“

Und so geschah’s, die Freuden schwanden.
Ne neue Spezies war entstanden.
So hatte Gott noch nach den Affen,
zu guter Letzt den Mensch erschaffen.

Quelle: http://www.onlinewahn.de/krone.htm

🙂

Sei wachsam

Der Mensch

Dort steht er, Homo Sapiens genannt,
hält sich selbst für die Krone der Schöpfung,
denkt er sei höhergestellt als ein Tier,
behauptet, der Herr der Welt zu sein.

Der Mensch, der höher ist als Tiere,
intelligent und zivilisiert,
dort seht den Menschen,
den Zerstörer dieser Welt.

Nur der Mensch, arrogant und stolz,
vollgestopft mit Überheblichkeit,
wird einst die Erde vernichten,
und voller Schöpfungsfreude untergeh‘n.

Ohne Rücksicht, ohne Weitblick,
bastelt er an der Welt herum,
gestaltet sie nach seinem Willen,
fragt nicht einmal sich selbst um Rat.

Fragt niemand um Erlaubnis,
denkt dass er alles kann und darf.
Rottet Tiere, Pflanzen aus,
sowie am Ende auch sich selbst.

Der einzig‘ Gegner des Menschen,
ist er selbst, wie er immer zeigt.
Bekriegt sich dauernd, wo er kann,
ein Zeichen des Fortschritts soll das wohl sein.

Der Mensch fällt sich selbst in den Rücken,
während er mit der ander‘n Hand,
der Tiere Lebensraum zerstört,
und sich nicht ändern will.

Niemals aus Fehlern lernen,
keine Konsequenzen ziehen,
nicht aus Vergangenheit,
nicht aus Gegenwart.

In Zukunft genauso weitermachen,
alles zerstören, alles vernichten,
denn dem Menschen ist es erlaubt,
er ist ja die Krone der Schöpfung.

Es mag schon sehr wahrscheinlich stimmen,
dass Tier und Mensch verschieden sind,
doch falls dem tatsächlich so ist,
dann ist das Tier das Intelligentere von beidem …

Geschrieben von Lord Nekro [Profil] am 26.05.2008

Quelle: http://www.reimemaschine.de/sonstige_gedichte-0-1553.htm

🙂

DenkMalBilder

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