Verfasst von: Reiner Dung | Juni 30, 2013

LeichenVerwerter: Als Leiche bist du ein wertvoller RohStoff

Der tote Körper als Rohstoff:
Wie eine Leiche wiederverwertet wird

Düsseldorf (RPO). Das Geschäft mit den Leichen boomt. Fast alle Teile eines toten Körpers kann die Medizin gebrauchen. Sehnen, Haut, Knochen, Knorpel. Ein Stück Aorta kostet 3008 Euro, eine Herzklappe ist bereits für 2578 Euro zu bekommen. Bis sie auf dem Operationstisch oder auch in der Schönheitschirurgie Verwendung finden, werden sie tiefgefroren, eingelagert und auf dem Weltmarkt gehandelt. Ein Buch klärt auf.

Unbekannt und weit verbreitet Viele Bürger haben davon noch nie etwas gehört. Im Gegensatz zur Organspende ist die Gewebespende in Deutschland weitgehend unbekannt. Dabei steht auf der Rückseite des Organspendeausweises ein Hinweis: „Erklärung zur Organ- und Gewebespende“, ist dort zu lesen. Wer nicht ausdrücklich widerspricht, gibt seine Zustimmung zur Entnahme von Knorpeln, Knochen, Gefäßen.

TextAuszug 😦

Gewebe kann lebensrettend sein Aber Keller geht es nicht um einen Schocker. Ebenso deutlich weist sie darauf hin, wie sehr Patienten durch derartige Spenden an Lebensqualität zurückgewinnen können. Eine Transplantation einer neuen Herzklappe kann lebensrettend sein. Die Folgen schwerer Verbrennungen – gelindert durch Leichenhaut. Ein neuer Knochen anstelle einer Amputation. Aber auch mit einer Spritze injiziertes Zellgewebe in der Schönheitschirurgie (besonders bei Lippen und Nase) gehören zur medizinischen Wirklichkeit. Mehrere zehntausend Menschen in Deutschland profitierten jährlich davon, schreibt Keller.

Profitabler Wirtschaftszweig Die Gewebeindustrie rechnet genauso wie jedes andere Wirtschaftsunternehmen. Nahezu jedes Körperteil lässt sich verwerten. Laut Keller lässt sich den USA mit dem Material einer Leiche ein Erlös von sage und schreibe 250.000 Dollar erzielen. Und auch darauf weist die Autorin hin: Wo viel Geld im Spiel ist, treten unweigerlich schwarze Schafe auf den Plan. Die Kontrollen der Produkte und Herstellungsmethoden lassen zuweilen zu wünschen übrig, schreibt die Journalistin und erinnert an Skandale, bei denen geldgierige Geschäftemacher Gewebe von Kranken angeboten hatten.

Den ganzen Artikel von PHILIPP STEMPEL bei rp-online lesen:
http://www.rp-online.de/gesundheit/medizin-und-vorsorge/wie-eine-leiche-wiederverwertet-wird-1.2131132

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LeichenVerwerter warnt vor KnochenJägerIndustrie

Die menschliche Leiche als Rohstoff

Der Stoff, um den es geht, macht die Lektüre auch bei Frühlingssonne nicht gerade gemütlich. Martina Kellers Buch über die Praxis der Gewebeverwertung, ihre rechtlichen Grundlagen und die sie voran treibenden kommerziellen Interessen ist harte Kost. Die schonungslose Beschreibung der Sektion einer verstorbenen Neunzigjährigen beispielsweise oder die aus der Angehörigen-Perspektive geschilderten, jahrelangen Exporte von Knochen und Gewebe Verstorbener aus Lettland an eine fränkische Firma machen sehr plastisch klar, das etwas passiert ist im Verhältnis der Gesellschaft zum Tod: Der Respekt vor der Totenruhe geht verloren, weil noch der tote Körper produktiv gemacht werden kann. Eine Industrie ist entstanden, die auch die Leiche in einen kapitalen – den kapitalistischen – Verwertungskreislauf integriert. Dabei stehen die technologischen Entwicklungen, die vielfältigen Verarbeitungs- und Aufbewahrungsmöglichkeiten menschlichen Gewebes, in enger Wechselwirkung mit der globalen ökonomischen Ordnung, daran lässt Martina Keller keinen Zweifel.

TextausZug 🙂
Fazit der Autorin: Der tote menschliche Körper ist mehr als „eine leere Hülle“, der „achtsame Umgang mit der Leiche“ nicht ohne Grund Jahrtausende alt. Die Frage nach Freigabe eines Toten für die Gewebegewinnung stellt Angehörige vor die „schwierige Aufgabe, einen Leib, der ihnen wichtig war und den sie geliebt haben, in einen Körper umzuwandeln, in ein Objekt“. Deshalb – und das ist in Zeiten der Inwertsetzung des menschlichen Körpers über den Tod hinaus eine wichtige Botschaft des Buches – gibt es weder ein Recht auf die Körperteile eines anderen Menschen noch eine Pflicht zur Spende von Organen oder Gewebe.

Den ganzen Artikel von Uta Wagenmann lesen:
http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/193/rezension-menschliche-leiche-rohstoff

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Schwarze Schafe der LeichenTeileIndustrie

Angehörige werden zur Unterschrift gedrängt

Das internationale Geschäft mit Leichenteilen aber ging weiter. Zum wichtigsten Lieferanten entwickelte sich in letzter Zeit die Ukraine, weil dort die gerichtsmedizinischen Institute – als ein Erbe des Kommunismus – sehr zentralistisch geführt werden. In der Ukraine ist darüber hinaus die Armut groß und die Kontrollen scheinen lax zu sein. Die Angehörigen wissen oft gar nicht, was mit den Toten geschieht, oder sie unterschreiben unter Druck Papiere, mit denen sie der Entnahme zustimmen. Und dann werden ihren verstorbenen Angehörigen Knochen, Sehnen und Knorpel herausgetrennt. Sehen Sie am Freitag, 15. März 2013, 20.15 Uhr einen Film von Martina Keller und Wolfgang Luck über einen Grauen Markt mit menschlichen Überresten.

Quelle:
http://www.3sat.de/page/?source=/ard/dokumentationen/168341/index.html

Ausgeschlachtet – Wenn Körperteile zum Marktartikel werden
WDR – Video
http://www.ardmediathek.de/wdr-fernsehen/die-story/ausgeschlachtet-wenn-koerperteile-zum-marktartikel-werden?documentId=12771452

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Organ GewebeSpender und GottesLohn

Gebot 10A: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut und KörperTeile.

Gibt es eine Ethik der OrganVerpflanzung ?

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DIE TODESPOLITIK DER MODERNEN MEDIZIN

Der Tod ist eine kulturelle Vereinbarung. Unsere biotechnisch- medizinische Definition des Hirntods als Todeskriterium (seit 1968) ist so dominant, dass andere Sichtweisen ignoriert werden. Seit 10 Jahren wird das Gehirntodkriterium widerlegt, aber es gibt die Begehrlichkeiten der Transplantationsmedizin, die aufgrund dieses Todeskonzepts lebendfrische Organe explantieren kann. Das menschliche Leben dürfe jedoch nicht der Deutungsmacht einzelner Interessengruppen überlassen werden, fordert Andreas Zieger, Leiter der Station für Schwerst-Schädel-Hirngeschädigte am Ev. Krankenhaus Oldenburg: Wenn man in Richtung Hirntod diagnostiziert, dann suchen wir in den Kliniken nach Todesanzeichen und vernachlässigen die noch vorhandenen Lebenszeichen. Es muss gesellschaftlich diskutiert werden, ob man einen neuen Tod will, um zu explantieren. Wie wollen wir in Zukunft sterben? Anschließend spricht Zieger mit Martina Keller, Autorin des Buchs «Ausgeschlachtet. Die menschliche Leiche als Rohstoff».

Vortrag von Prof.Dr. med. Andreas Zieger   http://www.a-zieger.de/
Tod als kulturelle Vereinbarung
http://www.untot.info/220-0-DIE-TODESPOLITIK-DER-MODERNEN-MEDIZIN.html

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Das Geschäft mit den Leichen

klagemauerTV

Eine einzige Leiche, konsequent verwertet, kann in den USA bis zu 250.000 Dollar einbringen. Weil in Westeuropa nur wenige bereit sind, ihre Körperteile nach ihrem Ableben zur weiteren Verwertung zur Verfügung zu stellen, besorgen sich einige Händler aus der Gewebe-Industrie ihren Nachschub in Osteuropa, zum Beispiel in der Ukraine. Hier ist die Armut groß und die Kontrolle nicht sehr gründlich. Die Angehörigen wissen oft gar nicht, was mit den Toten geschieht, oder sie unterschreiben unter Druck Papiere, mit denen sie der Entnahme zustimmen. Dem verstorbenen Angehörigen werden dann z.B. Knochen, Sehnen und Knorpel herausgetrennt und nach Deutschland verkauft, wo sie für Zell- und Gewebe- Ersatz gereinigt, aufbereitet und weiterverarbeitet werden. Knochen werden z.B. zu Knochenmehl gemahlen, menschliche Haut zellfrei gefriergetrocknet. Die Endprodukte gelten amtlich als Arzneimittel und werden den Ärzten v.a. in der Orthopädie auf den üblichen Vertriebswegen zur Verfügung gestellt. Die diesbezüglichen WDR-Recherchen haben ein weltweites Medienecho ausgelöst. Ukrainische Behörden haben in mehreren Städten Ermittlungen gegen Verdächtige aufgenommen und Leichenhallen geschlossen. Deutsche Behörden kündigten nach dem Bericht Inspektionen in der Ukraine an. Werden diese Inspektionen den Handel stoppen? Wäre es nicht wirkungsvoller, stattdessen die Einfuhr von Leichenteilen nach Deutschland zu unterbinden und die Öffentlichkeit über alle Fakten zur Gewebespende (siehe auch: S&G Nr. 3/12 „Knochen zu verkaufen“) bzw. zum Geschäft mit Leichenteilen zu informieren?!

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Organ- und LeichenTeileHandel ein MordsGeschäft.

Ein klares Nein zur OrganSpende.

https://bilddung.wordpress.com/2013/06/29/organspende-nein-danke/

DenkMalBilder

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