Verfasst von: Reiner Dung | Mai 28, 2013

GiftMischer und GenZerstörer – Monsanto sollte für seine Verbrechen haften

Die Opfer reichen bis in die dritte Generation

Drei Millionen Menschen, nimmt das Vietnamesische Rote Kreuz an, sind Agent-Orange-Opfer. Die Organisation schätzt, dass davon 150.000 Kinder genetische Defekte haben. Mittlerweile ist die dritte Generation betroffen.
Truong Thi Thuy wird wohl niemals endgültig beweisen können, dass ihre behinderten Kinder Agent-Orange-Opfer sind und dass sich ihr eigenes Erbgut oder das ihres Mannes durch den Herbizideinsatz verändert haben. Dazu wären teure medizinische Untersuchungen notwendig. Aber diese Tests könnte die Familie niemals bezahlen. Sie würden ihr auch nicht helfen, eine Entschädigung zu erkämpfen. Vor amerikanischen Gerichten scheiterten die Klagen der vietnamesischen Agent-Orange-Opfer

http://www.spiegel.de/politik/ausland/agent-orange-opfer-in-vietnam-frau-truongs-endloser-krieg-a-674630.html

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Agent-Orange-Einsatz: Verstoß gegen Völkerrecht?

Die New Yorker Richter hatten die Ablehnung der Klage mit dem Argument begründet, die Gifte seien auf Veranlassung des US-Militärs produziert worden. Somit seien die verklagten Chemiefirmen, die sie hergestellt hatten, darunter Monsanto und Dow Chemical, nicht verantwortlich zu machen. Und weiter: „Das Gericht teilt nicht die Auffassung der Klägerseite, wonach der Einsatz von Agent Orange gegen das Völkerrecht verstoßen hätte. Denn Agent Orange wurde zum Schutz der US-Streitkräfte gegen Hinterhalt und nicht als eine Kriegswaffe gegen Menschen eingesetzt.“ Das Berufungsgericht bestätigte damit ein Urteil der ersten Instanz aus dem Jahre 2005. Eine Klage gegen die US-Regierung wegen der Kriegsschäden schließt die Verfassung der USA aus.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kriegsspaetfolgen-us-gericht-weist-klage-vietnamesischer-agent-orange-opfer-zurueck-a-537846.html

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Chemische Kriegsführung der USA | 27.04.13 | klagemauer.tv

klagemauerTV

Noch nach 50 Jahren leiden die Menschen in Vietnam unter dem schrecklichen Einsatz des hochgiftigen Pflanzenvernichtungsmittels Agent Orange, welches in den Jahren des Vietnamkriegs von der US-Luftwaffe über Menschen und Wälder versprüht wurde. Das von Monsanto und Dow Chemical hergestellte tödliche Gift ist immer noch im Boden nachweisbar, da es von der Natur nur langsam abgebaut wird. Hunderttausende Kinder, Erwachsene und auch US-Soldaten wurden vergiftet, und noch heute kommen Kinder mit schwersten Missbildungen zur Welt. Während vergiftete US-Soldaten nach einer Sammelklage entschädigt wurden, erhielten zigtausende vietnamesische Opfer bis heute keinen Cent. Einer der damals Verantwortlichen war US-Außenminister Henry Kissinger. Er erhielt 1973 den Friedensnobelpreis ausgerechnet für das Friedensabkommen in Vietnam. Man fragt sich, warum dieses Kriegsverbrechen, das als Versuchslabor für zukünftige Kriege diente, keinen anhaltenden Aufschrei in unseren Medien ausgelöst hat!?

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KenFM am Set: March against Monsanto, Bundeskanzleramt Berlin, 25.5.2013

http://kenfm.de/blog/2013/05/26/march-against-monsanto/

Am 25.5.2013 fanden weltweit Protestmärsche gegen den Saatgut-Konzern Monsanto statt.

Monsanto ist eine US-Firma, die weltweit auch im Bereich chemischer Dünger und gentechnisch veränderter Grundnahrungsmittel einen Ausbau ihrer Monopolstellung anstrebt. Die Firma hat ihren Hauptsitz in den USA. Ehemalige Chefs von Monsanto sitzen heute direkt in der US-Regierung, um über Genehmigungen bezüglich gentechnisch manipulierter Lebensmittel zu entscheiden.

Dreister kann man eine Monopolstellung auf den Weltmärkten trotz Demokratie nicht mehr installieren. Während es in Nordamerika quasi unmöglich ist, Monsanto-Produkten zu entkommen, da keine Kennzeichnungspflicht besteht, ist der Großteil Europas noch eine Zone, in der man Monsanto-Produkten ausweichen kann.

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Monsanto – Klagemauer.tv – 24.5.2013

Sie kippen um und sind tot
Während angeblich von Monsanto produzierte, gentechnisch veränderte Sojapflanzen mit massiv weniger Spritzmittel auskommen sollen, stellt ein und derselbe Chemie-Multi zunehmend unvorstellbare Mengen an Spritzmitteln her (z.B. Roundup). Allein in Paraguay werden jedes Jahr schätzungsweise 20 Mio. Liter Fungizide, Herbizide und Pestizide versprüht. Hunderte von Frauen, Kindern und Männern erleiden Vergiftungserscheinungen, bekommen Hautausschläge und unerklärliche Beulen auf der Haut, Missbildungen, Durchfall, Erbrechen, Lähmungen und Blindheit. Viele von ihnen kippen einfach um und sind tot! Wenn in Paraguay die Menschen tot umkippen, dann stehen wir hier auf und nennen dieses Unrecht beim Namen: MONSANTO!

Bundesregierung ignoriert Risiken von Glyphosat

Erneut hat die Bundesregierung ihre lobbyfreundliche Haltung gegenüber Monsanto und Co. zum Ausdruck gebracht. Am 13.Februar.2012 wurde im Ernährungsausschuss über einen Anwendungsstopp des Pflanzengiftes Glyphosat beraten. CDU/CSU und FDP ignorierten weiterhin wissenschaftliche Untersuchungen über die Umwelt- und Gesundheitsgefährdung von Roundup und von anderen glyphosathaltigen Pestiziden. Sie gingen sogar noch weiter und erklärten, ohne Pflanzengifte sei eine Versorgung mit bezahlbaren und gesunden Lebensmitteln nicht möglich. Dabei beweist eine Studie des Naturschutzbundes Deutschland e.V., dass Glyphosat nicht nur der Umwelt schadet, sondern auch zu vermehrten Fehlgeburten, Missbildungen und Krebserkrankungen bei Menschen führt. [Bei Tieren nicht ebenso? – Anm. Red.]

Die tragische Doppelbedeutung von Monsantos „Selbstmordgenen”
„Seit Großunternehmen Eigentumsrechte und Patente auf Saatgut haben, kam es z.B. in Indien zu 250.000 Selbstmorden von Baumwolle produzierenden Bauern, die von Monsanto patentiertes Gentech-Saatgut kauften und damit hoffnungslos in die Schuldenfalle gerieten. Saatgut ist Leben. Wenn wir darüber die Kontrolle verlieren, verlieren wir die Freiheit und Unabhängigkeit unserer Lebensmittelversorgung.“ (Vandana Shiva, indische Physikerin) Anmerkung der Redaktion: Saatgut von Monsanto enthält „Selbstmordgene für das Korn“ (siehe S&G Nr. 34/12), die nach der Ernte eine neue Aussaat verhindern, so dass die Bauern jedes Jahr neues Saatgut bei diesem Rockefeller-Konzern kaufen müssen und so hoffnungslos in die Abhängigkeits- und Schuldenfalle geraten. In jedem Land müssen artgleiche Konzerne wegen derartigen Verbrechen vor ein unbestechliches Gericht gezogen werden. Wenn die S&G-Leser aufstehen und diese Wahrheiten allerorts verbreiten, können wir dieser auch uns allen gestellten Falle vielleicht noch entgehen.

Viele Videos zu Monsanto.

http://terraherz.at/2013/05/24/monsanto-klagemauer-tv-24-5-2013/

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Monsanto: 2 Mio Menschen demonstrierten!

2 Millionen Menschen demonstrierten am letzten Samstag in 436 Städten in 52 Ländern weltweit gegen Monsanto. Sie setzten ein Zeichen gegen den Agrargigant, der sich in den letzten Jahren mit genveränderten Samen und Pflanzen Patente gesichert hat, die für schwere Schäden an Natur und Menschen verantwortlich sind.

Wenn weltweit 2 Millionen Menschen für eine Sache demonstrieren, sollte dies doch wenigstens eine kleine Randnotiz in den Medien wert sein. War es nicht.

http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2013/05/28/2-millionen-sind-kaum-der-rede-wert/

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Millionen marschieren gegen Monsanto

http://www.politaia.org/monsanto/millionen-marschieren-gegen-monsanto/

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Monsanto  Videos und mehr.

http://www.private-health-organisation.de//partner/march_against_monsanto-auf_die_strasse_gegen_monsanto.htm

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Weitere Infos zu Monsanto & Co.

https://bilddung.wordpress.com/?s=Monsanto&x=7&y=10

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V I E T N A M

Psychokrieg gegen die Geschichte

John Pilger

Bei der Ankunft in einem Dorf in Südvietnam erblickte ich zwei Kinder, die die Merkmale des längsten Krieges des 20. Jahrhunderts trugen. Ihre schrecklichen Entstellungen waren allzu vertraut. Den gesamten Mekongfluss entlang, wo die Wälder versteinert waren und still, lebten kleine menschliche Mutationen, so gut sie konnten.

Heute ist ein ehemaliger Operationssaal im Tu Du Kinderspital in Saigon bekannt als die „Sammlung“ und inoffiziell als der „Raum der Schrecken.“ Darin befinden sich Regale mit großen Glasbehältern mit grotesken Embryonen. Während ihrer Invasion von Vietnam sprühten die Vereinigten Staaten von Amerika ein Entlaubungsgift auf Vegetation und Dörfer um „dem Feind die Deckung“ zu nehmen. Das war Agent Orange, welches Dioxin enthielt, dermaßen starke Gifte, dass sie den Tod der Embryonen, Fehlgeburten, Schädigungen der Chromosomen und Krebs verursachen.  

1970 enthüllte ein Bericht des Senats der Vereinigten Staaten von Amerika, dass “die Vereinigten Staaten von Amerika [auf Südvietnam] eine Menge giftiger Chemikalien abgeworfen haben, die drei Kilogramm pro Kopf der Bevölkerung ausmacht, eingeschlossen Frauen und Kinder.“ Der Codenamen für diese Massenvernichtungswaffe, Operation Hades, wurde zu dem freundlicher klingenden Operation Ranch Hand (Farmhelfer) umgeändert. Heute sind geschätzte 4,8 Millionen Opfer von Agent Orange Kinder.

Len Aldis, der Sekretär der Britisch-Vietnamesischen Freundschaftsgesellschaft kam vor kurzem aus Vietnam zurück mit einem Brief von der Vietnamesischen Frauenunion an das Internationale Olympische Komitee. Die Präsidentin der Union, Frau Nguyen Thi Thanh Hoa beschrieb die „schweren [verursacht durch Agent Orange] von Generation zu Generation vererbten Deformationen.“ Sie ersuchte das IOC, seine Entscheidung zu überdenken, die Dow Chemical Corporation als Sponsor der Olympischen Spiele in London zu akzeptieren, welche eine der Firmen war, die das Gift herstellten und sich weigerte, die Opfer zu entschädigen.

Aldis lieferte eigenhändig den Brief im Büro von Lord Coe ab, dem Vorsitzenden des Londoner Organisationskomitees. Er bekam keine Antwort. Als Amnesty International darauf hinwies, dass Dow Chemical 2001 die Firma kaufte, „die verantwortlich war für den Gasaustritt in Bhopal [1984 in Indien], der 7.000 bis 10.000 Menschen sofort tötete und 15.000 in den 20 Jahren danach,“ beschrieb David Cameron Dow als „ehrbare Firma.“ Prost dann, wenn die Kamera die sieben Millionen Pfund teure Verkleidung zeigt, die das olympische Stadium einhüllt: das Ergebnis eines Zehnjahres“handels“ zwischen dem IOC und einem so ehrbaren Zerstörer. 

Die Geschichte ist also begraben mit den Toten und Entstellten von Vietnam und Bhopal. Und die Geschichte ist der neue Feind. Am 28. Mai startete Präsident Obama eine Kampagne, um die Geschichte des Krieges gegen Vietnam zu verfälschen. Für Obama gab es kein Agent Orange, keine Freifeuerzonen, keine Truthahnjagden, keine vertuschten Massaker, keinen grassierenden Rassismus, keine Selbsttötungen (gleichviele Amerikaner, wie in dem Krieg getötetet wurden, töteten sich selbst), keine Niederlage durch eine Widerstandsarmee, hinter der eine verarmte Gesellschaft stand.

Es war, sprach der Herr Hopey Changey, „eine der außergewöhnlichsten Geschichten von Tapferkeit und Rechtschaffenheit in den Annalen der Militärgeschichte [der Vereinigten Staaten von Amerika].“

Am Tag darauf brachte die New York Times einen langen Artikel, in dem aufgezeigt wird, wie Obama persönlich die Opfer seiner Drohnenattacken auf der ganzen Welt auswählt. Er macht das an den „Terror-Dienstagen,“ wenn er die Steckbrieffotos auf einer „Todesliste“ durchsieht, auf der auch einige Teenager zu finden sind, darunter „ein Mädchen, das noch jünger aussah als die 17 Jahre, die sie alt war.“ Viele sind unbekannt oder nur im Militäralter. Gesteuert von „Piloten,“ die vor Computermonitoren in Las Vegas sitzen, feuern die Drohnen Hellfire-Raketen ab, die die Luft aus den Lungen saugen und die Menschen in Fetzen sprengen. Vergangenen September tötete Obama einen Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika nur aufgrund von Gerüchten, dass er zu Terrorismus aufrufe. „Das ist einfach,“ hätte er laut Helfern gesagt, als er das Todesurteil des Mannes unterschrieb. Am 6. Juni tötete eine Drohne 18 Menschen in einem Dorf in Afghanistan, darunter Frauen, Kinder und Alte, die eine Hochzeit feierten.

Der Artikel in der New York Times war weder durchgesickert noch sollte er aufdecken. Er war ein Stück Werbung, erstellt von der Obama Administration, um zu zeigen, was für ein harter Kerl der „Oberbefehlshaber“ in einem Wahljahr sein kann. Falls er wieder gewählt wird, wird die Marke Obama weiterhin den Reichen dienen, diejenigen verfolgen, die die Wahrheit sagen, Länder bedrohen, Computerviren verbreiten und jeden Dienstag Menschen ermorden. 

Die in Washington und London koordinierten Drohungen gegen Syrien erreichen neue Höhen der Scheinheiligkeit. Im Gegensatz zu der als Berichterstattung präsentierten rohen Propaganda identifiziert der investigative Journalismus der deutschen Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung die Verantwortlichen für das Massaker in Houla als die „Rebellen,“ die von Cameron und Obama unterstützt werden. Als Quellen führt die Zeitung auch Rebellen an. Das wurde in Britannien nicht gänzlich ignoriert. In seinem eigenen Blog serviert Jon Williams, bei der BBC für die Weltnachrichten zuständig, seine eigene „Berichterstattung,“ in der er Vertreter des Westens zitiert, die den „Psychokrieg“ gegen Syrien als „brillant“ beschreiben. So brillant wie die Zerstörung von Libyen, des Irak und Afghanistans.

Und so brillant wie die Propagandaaktion der letzten Förderung des Guardian für Alastair Campbell, den Hauptkollaborateur von Tony Blair bei der verbrecherischen Invasion des Irak. In seinen „Tagebüchern“ versucht Campbell, irakisches Blut auf den Dämon Murdoch zu spritzen. Es ist genügend vorhanden, um sie alle zu durchtränken. Die Anerkennung der Tatsache, dass die respektablen, liberalen, Blair hofierenden Medien eine wesentliche Rolle bei der Begehung dieses epischen Verbrechens gespielt haben, unterbleibt allerdings und bleibt weiterhin ein einzigartiger Test für intellektuelle und moralische Aufrichtigkeit in Britannien.

Wie lange noch müssen wir uns einer derartigen „unsichtbaren Regierung“ unterwerfen? Dieser Begriff für heimtückische Propaganda, zuerst benutzt von Edward Bernays, dem Neffen Sigmund Freuds und Erfinder der modernen Public Relations, hat noch nie genauer gepasst. „Falsche Realität“ erfordert historischen Gedächtnisverlust, Lügen durch Unterlassung und die Zuweisung von Bedeutung an das Bedeutungslose. Auf diese Weise wurden politische Systeme, die Sicherheit und soziale Gerechtigkeit versprachen, durch Piraterie, „Sparprogramme“ und „ewigen Krieg“ ersetzt: ein Extremismus, der dazu gedacht ist, die Demokratie über den Haufen zu werfen. Würde ein Einzelner auf diese Weise handeln, würde er als Psychopath betrachtet. Warum lassen wir uns das gefallen?

http://antikrieg.com/aktuell/2012_06_28_vietnam.htm

Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erwünscht. In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse www.antikrieg.com nicht zu vergessen!

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