Verfasst von: Reiner Dung | April 25, 2013

EUROpa der AusbEUter: Schüsse auf protestierende Arbeiter

Griechenland: Schüsse auf protestierende Arbeiter

Von THOMAS EIPELDAUER, 18. April 2013 –

Etwa zweihundert migrantische Arbeiter fordern ausstehende Löhne ein. Sechs Monate sind sie nicht bezahlt worden für die schweißtreibende Tätigkeit auf den Feldern. Es kommt zum Streit mit den bewaffneten Aufsehern, Schüsse fallen, mehr als dreißig Arbeiter werden verletzt, einige davon lebensgefährlich.

Was sich liest wie eine Geschichte, die im Mississippi des 19. Jahrhunderts spielt, hat sich gestern ereignet, in Griechenland. Mitten in der Europäischen Union, an einem Ort, der seit langem als Musterbeispiel für moderne Sklaverei gilt: Nea Manolada. Die Gemeinde im Südwesten Griechenlands ist bekannt für ihre landwirtschaftliche Produktion, 90 Prozent der Erdbeeren des Landes kommen von hier – und tausende Arbeitsmigranten schuften hier für Billiglöhne.

Ausbeutung und Terror

Wie der Arbeitsalltag der in Nea Manolada Beschäftigten aussieht, beschrieb anlässlich eines Streiks im Jahr 2008 die Journalistin Laura Petricola: 22 Euro verdienen sie für einen ganzen Tag Arbeit (das Ziel der Arbeitsniederlegung war eine Erhöhung auf 30 Euro), viele schlafen in den Treibhäusern, auf Holzpaletten, zugedeckt mit Zeitungen. Kein Wasser, keine Elektrizität, keine Sanitäreinrichtungen. Diejenigen, die sich irgendeine Form von Behausung leisten können, leben in kleinen Wohnungen, zusammen mit Dutzenden anderen. Gesundheitsversorgung genießen sie keine, und das, obwohl sie durch den Kontakt mit Pestiziden und die schwere körperliche Arbeit großen Risiken ausgesetzt sind. (1)
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http://www.hintergrund.de/201304182540/politik/politik-eu/griechenland-schuesse-auf-protestierende-arbeiter.html

Mafiöser SklavenBasar GriechenLand

Mafiöser «Sklavenbasar» auf griechischen Erdbeerplantagen

Die Schüsse griechischer Vorarbeiter auf Saisonarbeiter aus Bangladesh haben Griechenland schockiert. Die Tat ist kein Einzelfall. Sie wirft ein Licht auf den wachsenden Rassismus und die Ausbeutung von Migranten in Griechenland

Der Vorfall machte international Schlagzeilen: Drei griechische Vorarbeiter haben am Mittwoch auf eine Gruppe von rund 200 vorwiegend aus Bangladesh stammenden Arbeitern geschossen. Sie hatten protestiert, weil sie offenbar seit sechs Monaten keinen Lohn erhalten hatten. Die Schüsse trafen mehrere Arbeiter auf einer Erdbeerplantage in Manolada.

Der Vorfall wirft ein weiteres Mal Licht auf den anschwellenden Rassismus und die Ausbeutung von Migranten in Griechenland. 2008 war Manolada ein erstes Mal in die Schlagzeilen geraten. Arbeiter aus Asien und Osteuropa streikten vier Tage lang für bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Entlöhnung. 2009 banden Bauern zwei Männer aus Bangladesh, denen der Diebstahl von Schafen vorgeworfen wurde, an ihre Motorräder und schleiften sie durch den Ort.

Letztes Jahr klemmten zwei Einheimische einen aus Ägypten stammenden Arbeiter in der Türe ihres Wagens ein und schleiften ihn durch den Ort, bevor sie ihn bewusstlos auf die Strasse warfen. Auch diesem Fall soll ein Streit um die Nichtauszahlung von Löhnen vorangegangen sein. Die Täter wurden grösstenteils nicht oder gering bestraft.

Ausbeutung weit verbreitet

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http://www.srf.ch/news/international/mafioeser-sklavenbasar-auf-griechischen-erdbeerplantagen

Sklaverei schafft WohlStand

Opfer des modernen Sklavenhandels in dEUtschLand.

Arbeiter warten auf Lohn von Wursthersteller Höll – erste Hilfe angelaufen

Hintergrund

Der Fleischwarenhersteller Höll ist seit eineinhalb Jahren in der Dauerkrise. Hohe Rohstoffpreise, eine verfehlte Vertriebsstrategie sowie eine Rückrufaktion haben das Unternehmen im September 2011 in die Insolvenz getrieben.
Durch das finanzielle Engagement des Bertelsmann-Managers Gunter Thielen und eine 4,5-Millionen-Euro-Finanzspritze des Landes konnte das Unternehmen gerettet werden. Das Land hat über die Landesgesellschaft SBB die Produktionshallen gekauft und für zehn Jahre an Höll zurückvermietet. Thielens Frau stammt aus der Gründerfamilie, sein Sohn führte das Traditionsunternehmen.

Im Rahmen der Sanierung hat Höll über 100 Mitarbeiter entlassen und stattdessen rumänische Werkvertragsarbeiter engagiert. Das Vorgehen stieß auf heftige Kritik. Die Opposition rügte in diesem Zusammenhang die Landeshilfe, weil sie nicht an Bedingungen geknüpft war. red

Meinung
Moderner Sklavenhandel
Von SZ-Redakteur Michael Jungmann

Werkverträge, über die ausländische Arbeiter zu Billiglöhnen angeheuert werden, um in deutschen Betrieben zu schuften, haben eine legale Basis. Was aber am Bostalsee und jetzt bei Höll mit den osteuropäischen Beschäftigten geschah, ist ein Skandal. Sie wurden mit – aus ihrer Sicht lukrativen Löhnen – erst angelockt, dann abgezockt und damit zu Opfern des modernen Sklavenhandels.
Es mag sein, dass die Höll-Firmenspitze nichts von ausländischen Subunternehmern wusste, die ihr Dienstleister verpflichtet hat. Eine gewisse Fürsorgepflicht trifft dennoch die Firmenspitze. Immerhin haben die Leute in Saarbrücken gearbeitet. Da tröstet es nicht, dass angeblich bei Mitbewerbern auch über Werkverträge Personal eingesetzt wird.

Den ganzen Artikel lesen :
http://www.saarbruecker-zeitung.de/karriere/top-news/art354693,4748283#.UXgaP7WePxo

EndStation EUROpa

Die Geschichte deiner Versklavung

FreiwilligFrei

Wir können nur in Käfigen gehalten werden, die wir nicht
sehen. Eine kurze Geschichte der Sklaverei bis hin zu deiner eigenen.
Von freedomainradio, der größten und beliebtesten Philosophieshow der Welt.

Ende der Freiheit

DenkMalBilder


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