Verfasst von: Reiner Dung | Februar 16, 2013

Die Patientenfabrik

Die Privatisierung der Krankenhäuser und der Zusammenschluss in Verbünde
schien am Anfang eine gute Lösung zu sein. Marode alte Häuser, teils in
staatlicher, teils in kirchlicher Hand, wurden an private Investoren
verkauft und damit verschaffte man den ohnehin stets knappen Staats- und
Kirchenkassen (na gut, die Kirchenkassen sind nicht wirklich knapp, aber
das wäre ein anderer Beitrag) etwas Luft. Dass diese Privatisierung auch
die Entwicklung von „Hilfe für den Patienten“ zu „der Patient als
gewinnbringendes Wirtschaftsgut“ beinhaltet, daran wollte zu diesem
Zeitpunkt keiner denken.

Der erste und sicher auch wichtigste Schritt zur heutigen
Patientenfabrik war die Einführung des Fallpauschalensystems. Dadurch
wurde die Kultur der Krankenhäuser total auf den Kopf gestellt. Man
spricht nur noch von Rendite und Gewinnsteigerung, nicht mehr von
Heilung oder für den Mitmenschen da sein. Wo früher eher die Gefahr für
den Patienten war, zu lange behalten zu werden, wenn die Betten mal
nicht voll ausgelastet waren, müssen Menschen heute mit offenen Wunden,
sogar nach die Bauchdecke durchtrennenden Operationen (früher Minimum
eine Woche Krankenhausaufenthalt wegen postoperativer Komplikationen) am
gleichen oder spätestens am nächsten Tag wieder die Klinik verlassen,
weil dann eine neue Fallpauschale aufgenommen werden kann. Denn die
Fallpauschale berücksichtigt eben nicht die Heilungsdauer, sondern sieht
einfach einen Pauschalbetrag je Fall vor.

Und warum muss so viel verdient werden? Früher waren die Chefärzte die
Einzigen, die abgesahnt haben. Aber selbst die mussten sich zumindest
noch um Privatpatienten kümmern, die sie abzocken konnten. Heute ist der
Verwaltungsapparat so aufgeblasen, dass doppelt so viel erwirtschaftet
werden muss wie noch vor zwanzig Jahren. Allen voran der
Verwaltungsleiter und der Leiter Rechnungswesen, die ein Managergehalt
wie in der Privatwirtschaft beziehen. Dazu kommt die Gerätemedizin, die
unermessliche Kosten verursacht und eben deshalb natürlich voll
ausgelastet werden muss – wieder nicht zum Wohle des Patienten sondern
zum Wohle des Investors.

Wieso hat der Staat ein Einsehen, dass Schulen, Bundeswehr und
Feuerwehren selbstverständlich nicht gewinnbringend arbeiten müssen,
beim Gesundheitssystem dagegen einen blinden Fleck? Die Privatisierung
hat doch außer für den Investor und die jeweiligen Politiker im Amt, die
eine falsch-positive Bilanz aufweisen können, nur Nachteile. Hier wäre
ein Umdenken weg vom Profitverhalten und hin zur Gesunderhaltung
zwingend erforderlich.

Am besten wäre es allerdings, mehr für die eigene Gesundheit zu tun und
so möglichst nie ein Krankenhaus von innen sehen zu müssen.

Gedanken von Sophie

MedizinSkandal der nwo

Die Patientenfabrik
Wie Kliniken Profit machen
Früher waren Krankenhäuser Orte, an denen Menschen geheilt wurden. Die dabei entstandenen Kosten wurden den Kliniken erstattet. Heute funktioniert das Gesundheitssystem anders: Kliniken sind Wirtschaftsunternehmen, die mit dem Rohstoff Patient Geld verdienen müssen. Das zeigt am 9. Januar 2013 die „ZDFzoom“-Dokumentation „Die Patientenfabrik – Wie Kliniken Profit machen“. Darin legen die Autoren offen, mit welch fragwürdigen Methoden dies erreicht wird und was die Folgen für uns Patienten sind.

Quelle: http://www.zdf.de/ZDFzoom/Die-Patientenfabrik-26015744.html

Klasse statt Masse: AOK setzt auf Qualitätswettbewerb bei Kliniken
http://www.aok-bv.de/presse/veranstaltungen/2012/index_09215.html

PatientenFabrik Unwort des Jahres

Die Patientenfabrik – Wie Kliniken Profit machen (ZDF)

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ErsatzLink

Blutige Entlassung PatientenFabrik

TV-Reporter Daniel Bröckerhoff
http://danielbroeckerhoff.de/tag/patientenfabrik/
LeserKommentare

Eine Kinderkrankenschwester:
“Seit 36 Jahren arbeite ich auf einer Frühgeborenenintensivstation- früher mit Leib und Seele- es war mein Traumberuf. Heute bin ich fast am Ende meiner Kräfte, der Druck am Arbeitsplatz ist riesengroß und oft gehe ich mit Angst dorthin.”

Eine Patientin:
“Nur meiner Eigeninitiative, Informationen aus dem Internet und Beratung von Betroffenen haben verhindert, dass ich nach der Diagnose \”Meningeom Schädelbasis links\” nicht den Behandlungsempfehlungen der Fachärzte gefolgt bin. Ich bekam von dieser Seite nicht die schonendste und trotzdem wirksame Methode empfohlen, sondern die für sie \”lohnendste\”. Dabei hätten diese Ärzte in Kauf genommen, mich zum Pflegefall zu machen.”

Eine ehemalige Therapeutin:
“Ich habe aus diesen Gruenden, die Sie in dem Bericht aufzeigen in einer Klinik vor 4 Jahren gekündigt.”

Ein Medizincontroller:
“Es ist sehr schlimm und man möchte es eigentlich nicht wahrhaben, aber exakt wie in der Reportage geschildert, verhält es sich in unserer Klinik auch. Krankenhäuser, die nicht tricksen und manipulieren, schreiben rote Zahlen und die anderen machen Gewinn auf Kosten der Gesundheit. Ein Geschäftsführer einer Klinik unseres Konzerns wurde aktuell entlassen, da 2 Jahre rote Zahlen am Stück geschrieben wurden.
In dem Krankenhaus, in dem ich arbeite, werden sogenannte Prozeduren (OPs und andere Eingriffe) z.T. nur durchgeführt, um in eine entsprechende DRG zu gelangen. Dem Patienten wird sehr häufig mit einem “Verdacht auf bösartige Neubildung” (Tumor), diese Maßnahme angeraten und niemand kann die Notwendigkeit ermessen und so verweigert eigentlich kein Patient die Zustimmung.“

Ein Arzt:
“So differenziert hat in meiner Wahrnehmung noch kein Medium berichtet und versucht, die Ursachen zu finden. Ich bin tätiger Arzt und habe beim Schauen fast durchgängig genickt.”

Eine Hinterbliebene:
“Der Kranke ist zum Objekt geworden, die Menschlichkeit und Menschenwürde wird mit Füßen getreten – es geht nur noch ums Geld. Wir selbst haben letztes Jahr sehr schlechte Erfahrungen gemacht, als unser armer Vater im Kankenhaus u.a. auf Grund von personeller Unterbesetzung stürzte und kurz darauf verstarb.”

Ein Krankenhausarzt:
“Die von Ihnen recherchierten Einzelfälle sind keine! (…) Die einzelnen Bereiche werden durch das Management erfasst und systematisch operationalisiert um den maximalen Betrag aus jedem einzelnen Patienten zu erwirtschaften.

Wir, die angestellten Ärzte stehen nun in einem zum Teil existenziellem Konflikt mit unseren Arbeitgebern die geforderten optimierungsmaßnahmen zur Gewinnmaximierung durch zuführen oder unseren Arbeitsplatz zu verlieren. Das geht soweit, dass moralisch besonders integre Ärzte aufgrund dieses Dilemmas den Arbeitsplatz wechseln und das Krankenhaus verlassen.

Wir werden systematisch unter Druck gesetzt unsere medizinischen Entscheidungen zum Wohle des Patienten an diese Operationalisierung anzupassen oder mittelfristig unseren Arbeitsplatz zu verlieren. Dieser Zustand ist für uns Ärzte nicht tragbar und für sie als Patient tödlich.”

Ein Orthopäde:
“Ich bin als konservativ-tätiger Orthopäde niedergelasse, habe aber als Oberarzt in einer Klinik bis zu meiner Niederlassung viel operiert. Die von Ihnen angesprochene ” blutige Entlassung ” ist durchaus in den nachbehandelnden Praxen ein grosses Problem.”

Ein Hausarzt:
“Seit Einführung der DRG´s kommen die Patienten immer schneller (und blutiger) aus dem Krankenhaus, teilweise infektiös. Ein Skandal, und wir ohnehin überlasteten Hausärzte haben die Arbeit.”

Eine OP-Schwester:
“Ich bin seit 25 Jahren als OP-Schwester tätig und kann Ihren Beitrag nur bestätigen.”

AusZug aus vielen ZuSchriften
http://danielbroeckerhoff.de/tag/patientenfabrik/

PatientenFabrik AG

Kliniken als „Patientenfabriken“

Wirtschaftsmaschinerie „Krankenhaus“ fordert ihre Opfer!

Krankenhäuser sind ein „Riesen Geschäft“, wie das ZDF berichtet, gaben die Krankenkassen im Jahre 2011 knapp 67 Milliarden Euro für Krankenhausbehandlungen aus.

„Das System an sich ist auf Gewinnmaximierung ausgelegt und darauf, mit dem Patienten Geld zu verdienen!“
(Joachim Laux, Fachanwalt für Medizinrecht) heißt es in der ZDF Dokumentation „Die Patientenfabrik“ vom 9.01.13.

In der „ZDFzoom“ Dokumentation „Die Patientenfabrik“ des ZDF vom 9.Januar 2013, deckt dieses schonungslos die Verwandlung der deutschen Kliniken von Krankenhäusern in regelrechte „Patientenfabriken“ auf!

Technikerkrankenkasse bestätigt diese Machenschaften

In der Pressemitteilung der Technikerkrankenkasse bedauert diese ebenfalls den rasanten Anstieg der Rücken-Operationen in deutschen Kliniken!

Während im Jahre 2006 über 10 600 Patienten der Techniker Krankenkasse am Rücken operiert wurden, waren es im Jahr 2012 bereits 19 000 Eingriffe! Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse, haben 14% ! aller Rückenschmerzpatienten in Hessen von ihren Ärzten die Empfehlung erhalten, sich unter das Messer zu legen!

Zu dem ergaben Zweitmeinungen, dass in 85% der verordneten Operationen diese völlig unnötig sind! An dieser Stelle argumentiert Dr. Thomas Nolte vom Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden richtig:
„Bei den meisten Wirbelsäulenproblemen sind die Zusammenhänge viel komplexer und die Bandscheibe wird zu oft als Ursache beschuldigt.“

80% der Operationen unnötig – 40% misslingen!

In einem RTL Punkt12 Beitrag vom 28.11.2011 heißt es indessen, dass 80% aller Rückenoperationen in Deutschland unnötig seien und 40% dieser, die dann trotzdem durchgeführt werden, auch noch misslingen!
Selbiges Ergebnis wird den Hüft- und Knie-OPs zugesprochen!

Viele Informationen bei medizinskandale.com:
http://www.medizinskandale.com/patientenfabrik.html

RohstoffPatient Unwort des Jahres

Pflegenotstand

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Die rund 2100 deutschen Krankenhäuser haben zwischen 1996 und 2006
mehr als 50 000 Stellen abgebaut. Gleichzeitig stieg die Zahl der
Patienten um 670 000.

DenkmalnachBilder zum kranken GesundheitsSystem.

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