Verfasst von: Reiner Dung | Dezember 22, 2012

RüstungsExport : Händler des Todes

Nur mit Krieg kann man richtig Kohle machen.

Yuri: „Ich werden Ihnen sagen, was passieren wird – damit Sie sich darauf vorbereiten können. In Kürze klopft jemand an die Tür und Sie werden nach draußen gerufen. Dort wird ein Mann stehen, der einen höheren Rang hat, als Sie. Zuerst gratuliert er Ihnen zu der guten Arbeit, die Sie geleistet haben, dass Sie die Welt sicherer gemacht haben und das Sie eine Belobigung und eine Beförderung erhalten werden. Und dann sagt er Ihnen, dass Sie mich freilassen sollen. Sie werden protestieren, vielleicht sogar mit Ihrer Kündigung drohen, doch am Ende werde ich freigelassen. Der Grund, warum ich freigelassen werde, ist derselbe, warum ich Ihrer Meinung nach verurteilt werden sollte. Ich bin per „Du“ mit einigen der widerwärtigsten, sadistischsten Männer, die sich heutzutage Anführer nennen. Aber einige dieser Männer sind die Feinde Ihrer Feinde. Und weil der größte Waffenhändler dieser Welt Ihr Boss ist – der Präsident der Vereinigten Staaten, der mehr Material an einem Tag verschifft, als ich in einem Jahr – ist es manchmal peinlich, dass seine Fingerabdrücke auf den Waffen sind. Manchmal ist er auf freie Mitarbeiter wie mich angewiesen, um die Mächte zu beliefern, die er offiziell nicht beliefern kann. Daher können Sie mich das Übel nennen, aber unglücklicherweise bin ich ein notwendiges Übel.“

Zitate aus dem Film : Lord of War – Händler des Todes

Yuri: „Waffenstillstand? Was heißt hier Waffenstillstand, die Gewehre sind unterwegs. Friedensverhandlungen? Alles klar, vergiss es, ich leite die Lieferung auf den Balkan um. Wenn die sagen, sie wollen Krieg führen, dann halten sie ihr Wort.“

Yuri: „Wissen Sie wer die Erde übernehmen wird? Waffenhändler! Denn alle anderen sind viel zu sehr damit beschäftigt sich zu erschießen. Das ist das Geheimnis des Überlebens. Ziehe niemals in den Krieg. Besonders nicht mit dir selbst.“

Kugeln verändern Regierungen viel sicherer als Wählerstimmen.

Das Böse siegt immer

Man sagt, das Böse siegt, wenn die Guten tatenlos zusehen. Man sollte besser sagen: ‚Das Böse siegt immer.‘“

Lord of War – Händler des Todes

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Die Warlords als Oligarchen

KABUL/BERLIN (Bericht) – Scharfe Grundsatzkritik an der Afghanistan-Politik des Westens übt einer der erfahrensten deutschen Afghanistan-Experten. Wie der Ko-Direktor des Afghanistan Analysts Network (AAN), Thomas Ruttig, in einer aktuellen Analyse urteilt, hat sich unter der Kontrolle der NATO in Kabul eine „Neo-Oligarchie“ entwickelt, die zu beträchtlichen Teilen aus berüchtigten Warlords besteht. Diese sind in der Bevölkerung wegen ihrer brutalen Willkürherrschaft verhasst; ihre Milizen wurden jedoch vom Westen im Krieg gegen das Taliban-Regime ab Oktober 2001 als Bodentruppen genutzt, und seither konnten die Warlords ihre Stellung als Verbündete der NATO deutlich stärken. Tatsächlich wurden sie bereits auf der Bonner Petersberg-Konferenz Ende 2001 protegiert – auf Kosten demokratischer Kräfte. Inzwischen hätten sie – gemeinsam mit der Fraktion um Staatspräsident Hamid Karzai – in Afghanistan „die Schlüsselpositionen in Wirtschaft, Politik und Sicherheitssektor“ inne, gleichzeitig aber „keinerlei Interesse an funktionierenden demokratischen Institutionen“, schreibt Ruttig. Der Westen trage die Verantwortung für den Aufstieg der Warlords, der eine gedeihliche Entwicklung am Hindukusch vollkommen unmöglich mache.

In der Bevölkerung verhasst
Scharfe Kritik an der westlichen Afghanistan-Politik übt der Ko-Direktor des Afghanistan Analysts Network (AAN), Thomas Ruttig. Ruttig arbeitete nach seinem Studium der Afghanistik an der Ost-Berliner Humboldt-Universität in den 1980er Jahren für das Außenministerium der DDR – unter anderem in Kabul. Später war er dort für die UNO tätig, beriet die Afghan Independent Emergency Loya Jirga Commission und von 2004 bis 2006 die deutsche Botschaft in Kabul; von 2006 bis 2008 war er Visiting Fellow bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Analysen des AAN, das Ruttig mitgegründet hat, gehören zu den aufschlussreichsten westlichen Quellen über Afghanistan. In einem kürzlich publizierten Beitrag befasst sich Ruttig vor allem mit der Rolle, die die Warlords heute am Hindukusch spielen. Diese sind in der Bevölkerung verhasst, seit sie insbesondere in der ersten Hälfte der 1990er Jahre das Land mit Massakern überzogen; ihre Willkürherrschaft bereitete den Boden für die anfängliche Akzeptanz nicht weniger Afghanen gegenüber den Taliban, weil diese die Kriegsherren stark zurückdrängten. Ruttig beschreibt in seiner Analyse, wie der Westen seit 2001 die verhassten Warlords unterstützte und ihnen damit zu neuem Einfluss verhalf.

Wiederaufrüstungshilfe
Die verhängnisvolle Unterstützung des Westens für die afghanischen Warlords begann, wie Ruttig in Erinnerung ruft, bereits unmittelbar beim Angriff auf Afghanistan am 7. Oktober 2001. Weil die Warlords als Bodentruppen für die US-Streitkräfte operierten, wurden sie von den USA mit Millionensummen und mit Waffen ausgestattet. Die Hilfen für die Kooperationspartner waren aus Sicht Washingtons nötig, denn das – seinerseits ebenfalls außerordentlich brutale – Taliban-Regime hatte die Warlords geschwächt und viele von ihnen außer Landes getrieben. „Die meisten ihrer Anhänger“, schreibt Ruttig, hatten längst „den Kampf aufgegeben“.[1] Erst das Geld aus den Vereinigten Staaten habe es ihnen erlaubt, „die alten Kämpfer wieder zu mobilisieren und neue Waffen zu kaufen“. Bis heute schürt die damalige Aufrüstung der als Bodentruppen des Westens eingesetzten Milizen die Gewalt am Hindukusch: Der Warlord Abdul Karim Khalili beispielsweise verweigert Ruttig zufolge immer noch die Rückgabe mehrerer hundert modernster Schnellfeuerwaffen, die ihm US Special Forces Ende 2001 für den Krieg gegen die Taliban übergeben hatten. Khalili hat zur Zeit neben seiner Funktion als Warlord den Posten des Zweiten Vizepräsidenten Afghanistans inne und leitet die DIAG-Kommission, die die zahllosen Milizen des Landes, diejenige ihres Vorsitzenden inklusive, entwaffnen soll (DIAG: „Disbandment of Illegal Armed Groups“).

Die Wahl der Waffenträger


Die Unterstützung des Westens für die verbündeten Warlords setzte sich bei der Bonner Petersberg-Konferenz fort, die Ende 2001 den Grundstein für die Stabilisierung und die Demokratisierung Afghanistans legen sollte. Auf afghanischer Seite wurden vor allem Gruppierungen eingeladen, die aktiv „an den vorangegangenen Bürgerkriegen teilgenommen hatten“, schreibt Ruttig. Eine Gruppe von „Repräsentanten pro-demokratischer Gruppen aus dem afghanischen Untergrund“ und aus dem Exil hingegen wurde von den Verhandlungen in Bonn ausgesperrt: „Sie repräsentierten jenen Teil der Inlandsopposition gegen die Taliban, der sich bewusst entschieden hatte, keinen bewaffneten Kampf zu führen“, sondern die „Menschen- und Freiheitsrechte sowie weitere demokratische Werte zu vertreten“. Bei der Wahl seiner Verbündeten setzte der Westen auf die bewaffneten Kräfte, da er es ihnen allein zutraute, die physische Kontrolle über das Land zu behalten. Entsprechend wurde auch der neue Staatspräsident gemeinsam mit den Warlords ausgewählt – der exilierte Feudalherr Hamid Karzai. Bereits auf dem Petersberg führte damit die – militärischer Logik folgende – Rücksichtnahme des Westens auf seine einheimischen Bodentruppen zu ersten antidemokratischen Manipulationen.

Den ganzen Artikel lesen : http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58500

Nur mit Krieg kann man richtig Kohle machen
„Es befinden sich weltweit über 550 Millionen Schusswaffen in Umlauf. Das heißt auf diesem Planeten hat jeder 12. Mensch eine Schusswaffe. Das führt zu der einen Frage: Wie bewaffnet man die anderen 11?

Das private Filmarchiv des Waffenhändlers Wiktor But 1/2

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Rüstungsexport: Deutsche Waffenlieferungen nach Nahost

Einsatz im aktuellen Konflikt

Von Israel wurde während des aktuellen Krieges im Nahen Osten bei der Invasion
des Libanon und des Gaza-Streifens eine Reihe von Waffensystemen eingesetzt, die
mit Komponenten ausgestattet sind, die aus Deutschland geliefert wurden. Deutsche
Technik kommt in allen drei Teilstreitkräften (Heer, Marine und Luftwaffe) Israels zum
Einsatz.

Für die Bodenoffensive im Südlibanon hat Israel den Kampfpanzer Merkava Type 3
und Type 4 eingesetzt. Diese sind mit Stabilisierungselektronik aus deutscher
Herstellung ausgestattet, die es ermöglicht, auch bei voller Fahrt auf unebenem
Gelände präzise zu feuern. Zusätzlich stammen die Kanonenrohre, die Panzerung,
die Getriebe und die Motoren dieser Panzer alle entweder aus deutschen
Direktlieferungen oder aus US-amerikanischer Lizenzproduktion von entsprechenden
Zwischenfirmen. Ein Großteil dieser Komponenten wurde ursprünglich für den
deutschen Leopard 2-Panzer entwickelt.

Auch die Israelische Luftwaffen verwendet deutsche Technik. Die Infrarotmodule zur
Zielerfassung im F-16 Kampflugzeug und im Kampfhubschrauber „Apache“ (AH-64)
sind deutschen Ursprungs. Auch diese deutsche Technik wird über amerikanische
Firmen an Israel geliefert. Bei der Belagerung der libanesischen Küste durch die
israelische Marine werden eine Reihe von Korvetten und Schnellbooten eingesetzt,
deren Dieselmotoren aus deutscher Produktion stammen. Sämtliche Komponenten
wurden von Deutschland, oder über Zwischenhändler in den USA, in den letzten
zehn Jahren geliefert.

Auf der anderen Seite besitzt die Hisbollah G3 Gewehre aus deutscher
Lizenzproduktion im Iran sowie Panzerabwehr-Raketen des Typs Milan
3, die in Kooperation mit französischen Waffenfirmen hergestellt werden. Diese Raketen sind fähig, die äußerst stark gepanzerten Merkava Panzer der israelischen Armee zu zerstören. Die deutsche Waffenindustrie verdient somit – direkt oder indirekt – auf beiden Seiten des Konflikts.

Den ganzen Artikel lesen:
http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomwaffen/Druckversion_Ruestungslieferungen.pdf

Geld regiert die Welt durch Waffen

„Ich habe jede Armee ausgerüstet, außer der Heilsarmee. Ich habe in Israel hergestellte Uzis an Muslime verkauft. Ich habe von Kommunisten hergestellte Kugeln an Faschisten verkauft. Ich habe sogar Waren nach Afghanistan verschifft, als diese noch gegen meine sowjetischen Brüder gekämpft haben. Osama Bin Laden hab ich nie beliefert. Nicht aus moralischen Gründen. Der ließ damals nämlich ständig seine Checks platzen“

Mit offenen Karten – Der Waffenhandel

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Der internationale Waffenhandel wird von sehr wenigen Ländern beherrscht. Zu den größten Lieferländern gehören die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China. Deutschland liegt auf Platz drei der Exportrangliste. Warum so viele Kleinwaffen in Krisengebiete gelangen, erklärt sich anhand der teils dubiosen Handelstechniken. Israel und Frankreich verkaufen beispielsweise Waffen an China während China alle Embargos ignoriert und die Waffen an Länder wie Sudan oder Birma weiter verkauft. Ein weiteres interessantes Detail: Sowohl Frankreich als auch die USA handelten mit dem berüchtigten russischen Waffenhändler Victor Bout.

Kugeln verändern Regierungen

Yuri: „Waffen zu verkaufen ist wie Staubsauger zu verkaufen. Du machst Anrufe, läufst dir die Hacken ab und nimmst Bestellungen auf. Ich war ein Händler des Todes, der Chancengleichheit herstellt. Ich habe jede Armee ausgerüstet, außer der Heilsarmee.“

Händler des Todes – Waffen, Alkohol, Tabak Lobbyisten

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„Thank you for Smoking“
Händler des Todes – Eine Debatte der Lobbyisten

Finanz Zins Betrugssystem

BewegungsBild klick mich !

Bericht der Bundesregierung über ihre Exportpolitik für
konventionelle Rüstungsgüter im Jahre 2011

8. Internationale Diskussion über
Kleinwaffen und leichte Waffen

In internen und grenzüberschreitenden Konflikten
werden die weitaus meisten Opfer durch den Einsatz
von Kleinwaffen und leichten Waffen (kurz: Kleinwaffen; z.B. Maschinenpistolen, Sturmgewehre, leichte Mörser u. ä.) und dazugehöriger Munition verursacht.

Insbesondere in Entwicklungsländern können Kleinwaffen häufig durch international operierende Waffenvermittler billig illegal beschafft werden, nationale
Kontrollmechanismen sind in diesen Staaten zumeist wenig entwickelt. Oft behindern Kleinwaffen die wirtschaftliche und soziale Entwicklung und tragen nicht
selten zu einer gewaltsamen Eskalation von Konflikten
bei. Nicht selten drohen gewaltsame Auseinandersetzungen die Entwicklungserfolge vieler Jahre zunichte zu machen. Ferner geht von schultergestützten Flugabwehrsystemen („MANPADS“), die zu den leichten
Waffen zählen, aufgrund ihrer hohen Terrorismusrelevanz eine Gefahr sowohl für die zivile als auch für die militärische Luftfahrt aus. Die Erfahrung zeigt, dass
Defizite in der Verwaltung und Sicherung von staatlichen Waffen- und Munitionsbeständen in den betroffenen Staaten eine wesentliche Quelle illegaler Transfers darstellen.
Den ganzen Bericht lesen:
http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/ruestungsexportbericht-2011,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

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