Verfasst von: Reiner Dung | November 17, 2012

AusbEUtung – LeihArbeit ist unsere Zukunft

Mitarbeiter des Parlaments können nicht von ihrer Arbeit leben
Billiglöhner im Bundestag

aus der Sendung vom Dienstag, 13.11. | 21.45 Uhr | Das Erste

Schreibkräfte, die als Leiharbeiter im Bundestag arbeiten, werden schlecht
bezahlt. Viel schlechter, als die im Bundestag fest angestellten Mitarbeiter und
teilweise so schlecht, dass sie sogar auf Hartz IV Niveau aufstocken müssen.
REPORT Mainz berichtet unter anderem über den Fall einer alleinerziehenden
Schreibkraft, die derzeit im Bundestag arbeitet. „Das ist ungerecht, dass ich mit
einer Vollzeitstelle nur drei Viertel des Existenzminimums verdiene und noch mit
einem Viertel aufstocken muss“, sagte sie dem Politikmagazin. Auf Anfrage von
REPORT MAINZ erklärt die Bundestagsverwaltung, dass „solche Fälle … dem
Personalreferat des Bundestages unbekannt“ seien.

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Sabine
Zimmermann, kennt dagegen zwei weitere Fälle von Leiharbeits-Schreibkräften
im Bundestag, „die aufstockende Leistungen nehmen müssen“.

Für den Arbeitsmarktexperten Prof. Stefan Sell von der Hochschule Koblenz ist das ein
Tabubruch: „In meinen Augen darf es im Bundestag so etwas nicht geben, weil
der Bundestag das höchste parlamentarische Gremium ist, das die Gesetze, die
Arbeitsgesetze, die Sozialgesetze in diesem Land verabschiedet.“ Man müsse
„von solch einem Betrieb einfach erwarten, dass die Leute ordentlich bezahlt
werden“.

Artikel mit Video:

http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=10506088/1v64yuh/index.html

Leiharbeit ist unsere Zukunft


Hochgeladen von keuronfuih am 20.09.2009

Freihandel ist die Losung für die Erpressbarkeit der Politik durch die Wirtschaft.
Wir träumen davon, dass nach der Krise ein zweites deutsches
Wirtschaftswunder einsetzt. Die Grundvoraussetzungen für unser erstes
Wirtschaftswunder aber waren Einfuhrzölle, die es erst ermöglichten und
Deutschland dadurch nicht von der Industrie erpresst werden konnte.

Mit Agenda 2010 und der EU haben sich die Grundvoraussetzungen drastisch
geändert. Die Industrie ist damit klar im Vorteil und kein Steuerprogramm kann
jemals den ausgleichenden Defizit wieder auffüllen. Deutschland ist in der
Globalisierung mit voller Wucht angekommen. Die Gesellschaft wird umgestaltet
und Arbeitskraft zum veräußerbaren Handelsgut.

All das hat die Politik erst ermöglicht und versucht jetzt augenscheinlich dagegen
zu steuern, ist aber nicht fähig, falsche Vereinbarungen einfach zurück zu
nehmen.

Die neue Weltordnung hat schon längst begonnen, mit kleinen Schritten kam sie
in unser Leben geschlichen und wir stehen mit großen, staunenden Augen da und
verstehen nicht was mit uns passiert.

Wir sind den eigenen Gesetzen ausgeliefert, die uns unserer Freiheit berauben
und lassen und von den Medien auch noch davon überzeugen, dass dieses
Raubritterrum richtig ist. von keuronfuih

Die Wahrheit über Zeitarbeit: Von wegen „Karriere-Sprungbrett“..


Veröffentlicht am 24.06.2012 von MatthiasDachtler
LeihArbeiter bei Bavaria YachtBau

Klaus erklärt Leiharbeiter


Veröffentlicht am 11.03.2012 von Knuddelhajo

„Sozialpartner“ retten „Standort Deutschland“


Hochgeladen von VerdiCampus am 14.05.2009
Satire: Unternehmer gibt sich arm und doht mit Job-Verlagerung nach Indien.

Steuersenkung FDP Hotel Schlecker Leiharbeit Konjunktur Volker Pispers


Hochgeladen von DieBananenrepublik

Sozialstaat: Politik hat ihr Soll erfüllt – Sozialstaat ist unfinanzierbar geworden – von Politprofiler

Schon lange arbeitet die Politik daran unseren Sozialstaat zu demontieren. Zu erst plünderte Helmut Kohl die Rentenkassen, damit sich die Unternehmen von ihren ungeliebten alten Arbeitnehmern trennen konnte. Mit der gemeinsamen Erfindung von Hartz4 durch die gesamtdeutsche Partei CDU FDP SPD und Grüne kam der finale Todesstoß für unser Sozialsystem. Das Projekt war um so erfolgreiche, je länger man den Sozialstaat ausbluten ließ.

———————AusZug

Erst die SPD machte es mit ihrem Leiharbeitergesetz möglich, dass Firmen wie Randstad entstanden. Noch nie durfte in diesem Umfang mit menschlicher Arbeitskraft gehandelt werden und schon gar nicht an der Börse.  Allen voran der neoliberale Wolfgang Clement, der mittlerweile als Querschießer der SPD gilt und mehr CDU und FDP unterstützt.

2006 war es endlich so weit. Clement konnte die Früchte seiner politischer Arbeit einsammeln und wurde Mr. Zeitarbeit bei Europas größter Leiharbeiterfirma Adecco SA in Zürich als Chairman eines neu gegründeten „Adecco Institute“ mit Sitz in London angeheuert.
Mit der Leiharbeit dem Sozialstaat den Todesstoß geben

2002 konnte Clement in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften die Leiharbeit in großem Umfang in Deutschland per Gesetz genehmigen. Es hörte sich gut an, dass Leiharbeiter die gleichen Löhne wie das Stammpersonal der ausleihenden Firma erhalten sollte, aber mit Einschränkungen, denn es wurde nur das Grundgehalt bezahlt. Heute wissen wir, was die Klausel in Wahrheit war. Sie war kein Durchbruch, sondern der Beginn einer glorreichen Ausbeutung der Arbeitnehmer.

Man muss hier eindeutig von Ausbeutung sprechen, denn die Zwischengewinne durch die Vermittlung der Arbeitskraft landen nicht in den Taschen der Leistungsträger, sondern in Aktiengesellschaften, die Anlegern ermöglichen am modernen Menschenhandel teilzuhaben.

Der Trick an dieser Sache ist: Die Lohnnebenkosten über nimmt die Leiharbeit, die natürlich keine Traumlöhne bezahlt. Für die Ausleiher sind diese Personalkosten schlichte Ausgaben ohne Sozialleistungen. So schuf Clement einen Ausweg aus den von den Unternehmern so verhassten Lohnnebenkosten und erzeugte damit natürlich ein großes Defizit in den Sozialkassen. Heute kann man sagen, diese politische Entscheidung hatte System – Das System bestand darin den Sozialstaat nachhaltig zu schädigen, damit ausweglose Situationen wie heute entstehen und er am Ende ganz abgeschafft werden muss.

Gleichzeitig stellt die Leiharbeit ein Umgehen des Kündigungsschutzes dar und aus unerklärlichen Gründen stimmten die Gewerkschaften diesem Deal zu. Wohl auch deshalb, weil ihnen wieder einmal eingeredet wurde, es werden Arbeitsplätze geschaffen.
Die neuen Arbeitsplätze die geschaffen wurden, bestehen aber hauptsächlich aus Teilzeit- und Minijobs. Die Ganztagsbeschäftigung geht kontinuierlich zurück, aber das fällt in der Statistik nicht ins Gewicht. So fein wird nur differenziert, wenn nachgefragt wird und unser Journalismus hinkt auf diesem Bein schon lange und sehr gewaltig. In dieser Zeit galt noch der Leitspruch vom „lebenslangen lernen“ und Qualifikation wegen des Fachkräftemangels. Heute sprechen wir von „fördern und fordern“ ein neuer Motivationsspruch aus den Vordenk-Schmieden unserer Politik – der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und Bertelsmann-Stiftung.

Beides sehr große gemeinnützige Organisationen, die als Stiftungen gelten und Steuerbegünstigungen einstreichen. Mit ihren Geldern Studien erstellen lassen, denen die Politiker aller regierungsfähigen Parteien blind vertrauen und jeden noch so banal klingenden Spruch in ihren Reden nachplappern. Wer die Internetseiten der Bertelsmann-Stiftung und die der INSM kennt, weiss was die Politik in den nächsten Jahren vor hat.

Um so erstaulicher ist es, dass des den hoch bezahlten Journalisten von Springer- und Burda-Verlag, sowie den Redakteuren der öffentlich-rechtlichen niemals auffällt, wenn sie Kuratoren oder Botschafter der INSM zu ihren Talk-Shows einladen. Es ist niemals vorgekommen, dass ein Oswald Metzger oder ein Prof. Hüter als Kuratoren der INSM vorgestellt wurden.

Aber das sind nicht die einzigen Politiker und Professoren die gerne und übermäßig zu Wort in den Massenmedien kommen – viele unserer Politiker, die sich in Bundestagsdebatten anfeinden gehören zum gleichen elitären Kreis. Sogar unsere altgedienten Politiker wie Späth und Herzog sind Zugpferde dieser Organisation und Meinungsbilder ohne genaue Deklaration. So schafft es Bertelsmann und INSM immer wieder die gewünschten Themen in die Köpfe der Menschen zu pflanzen und die eine „öffentliche Diskussion“ anzustoßen. Ich der psychologische Charakter ein „öffentlichen Diskussion“ ist vielen nicht bewusst – noch vor einigen Jahren hätte man das als schlichte Stimmungsmache bezeichnet.

Die Think-Tanks der deutschen Politik – ganz ohne Bilderberg

Viele schielen auf die Bilderberger und vergessen dabei, dass es Stiftungen wie Bertelsmann und INSM gibt. Sie sich wiederum in großen globalen Organisationen absprechen und bei noch vom Staat – von uns – subventioniert werden. Die steuerlichen Vorteile einer Stiftung sind wohl jedem klar.

Hinzu kommt dass es im Pflegesektor viele gemeinnützige GmbHs gibt, die natürlich Steuervergünstigungen erhalten, Ein-Euro-Jobber nach Belieben einstellen können und ordentliche Rechnungen an die Angehörigen der Gepflegten stellen. Mit Sozial und Gemeinnützig hat dies nichts zu tun, es sind reine Gewinn orientierte Unternehmungen – Sollte also unser Staat Steuergelder benötigen sollte er erst einmal im eigenen Land die Filz entfilzen, aber da wird lieber im Ausland auf ein paar Milliönchen Jagd gemacht, anstatt für jährlich fließende Steuern und Subventionsabschaffungen wie bei Bertelsmann und INSM gesorgt.

Die Organisationen sind die Ideengeber der jetzigen Politik. Gerhard Schröders Berater Berger ist ebenfalls zu diesen neoliberalen Gedankengut zu zählen. Wenn sich nach INSM googlen, wird sich eine Welt der bewussten Steuerung von politischen Themen und Meinungsmache durch Werbekampagnen auftun, von denen sie glaubten es seinen wissenschaftliche Studien ohne Auftrag.

Sie stecken weit tiefer in ihnen drin, wie sie jemals dachten.

den ganzen Artikle bei PolitProfiler lesen:

http://politikprofiler.blogspot.de/2010/08/sozialstaat-politik-hat-ihre-soll.html

Suizid wegen Hartz IV – von Gert Flegelskamp

Ich habe eine Mail bekommen. Eine Dame fragt verzweifelt: „Was kann man tun?“. Weiter schreibt sie, dass sie gerade die Meldung bekommen hat, dass ihr Bruder, über 50 Jahre alt, Selbstmord begangen hat. In seinem Abschiedsbrief äußerte er, dass er mit Hartz IV nicht zurecht komme. Es habe ohnehin alles keinen Sinn mehr. Die Dame, Mutter von 4 Kindern und selbst von Hartz IV betroffen, schreibt weiter: „Wenn die Kinder nicht wären, hätte ich wohl den gleichen Weg gewählt“

Es ist nicht der erste Selbstmord als Folge von Hartz IV. Inzwischen sind bereits einige Fälle bekannt geworden. Niemand kennt die Dunkelziffer. In der Presse erscheint ein solcher Selbstmord allenfalls in der Regionalpresse und auch dort nicht in der gleichen Form, wie man reißerisch berichtet, wenn mal jemand erwischt wurde, dem es gelungen ist, mehr an Unterstützung einzuheimsen, als ihm von Gesetzes wegen zusteht.

———–AusZug

In solchen Interviews kommen dann die Botschafter der INSM, wie hier z. B. der Finanzwissenschaftler der Universität Mainz, Rolf Peffekoven zu Wort. Peffekoven, ehemaliger „Wirtschaftsweiser“ und als eingetragener Botschafter der INSM immer gerne bereit, den neoliberalen Schwachsinn zu fördern, darf sich dann in diesem Blatt breit darüber auslassen, warum die Wahlkampfparolen der Rot/Grünen verkehrt sind, höhere Einkommen auch höher zu besteuern. Auf einen Bericht, in gleicher epischer Breite, der mal die Situation eines Opfers dieser Politik schildert, darf man in diesem Blatt nicht hoffen.

Doch was kann man tun? Gerade zum jetzigen Zeitpunkt kann jeder, der Opfer dieser Parteien ist, egal ob Rentner, Kranker oder Arbeitsloser, der Politik zeigen, dass er diesen Weg der Armutserzeugung in der Bevölkerung nicht mehr gewillt ist, durch seine Stimmen bei der Wahl auch noch zu unterstützen. Gerade jetzt wäre der geeignete Zeitpunkt, die Montagsdemonstrationen wieder zu besuchen und zu einem Orkan anschwellen zu lassen. Alle Parteien einschließlich der Unternehmerverbände und der als Experten getarnten Volksverdummer kann man am 18. September abstrafen. Warum ziehen wir nicht mit der Wirtschaft gleich und entlassen die Leute, die uns die Suppe permanent einbrocken? Im Gegensatz zur Wirtschaft haben wir einen triftigen Entlassungsgrund: Absolute Unfähigkeit oder gewollter Betrug am Volk.
Wählen Sie endlich mal so, dass mit ihren Stimmen Menschen in die Parlamente ziehen, die Politik in Ihrem Interesse und nicht ausschließlich im Interesse der großen Konzerne betreiben. Lassen Sie sich nicht einschüchtern von Drohungen, die Produktion ins Ausland zu verlegen, denn das können sich nur wenige Unternehmen wirklich leisten. Lassen Sie sich nicht einreden, damit würden ausländische Investoren abgeschreckt, denn die Investoren, die derzeit nach Deutschland kommen, kaufen Unternehmen und schlachten sie aus. Ist das Unternehmen zerschlagen, verdrücken sie sich wieder, mit einem satten Profit in der Tasche. Wir brauchen keine ausländischen Investoren, wir brauchen Kaufkraft. Investoren entlassen Personal, Kaufkraft und kürzere Arbeitszeiten mindern die Arbeitslosigkeit. Nur eine Partei, die diese Ziele verfolgt, sollte von Ihnen gewählt werden. Denken Sie mal ernsthaft darüber nach.

den ganzen Artikle bei Gert Flegelskamp lesen:
http://www.flegel-g.de/suizid.html

Zitate von hEUchler, mEUchler und MietMäuler.

„Nehmen Sie den Bereich Zeitarbeit. Ich bin überzeugt, dass Zeitarbeit heute ein wesentlich wirkungsvolleres Instrument zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist als alles, was der Staat sich hat einfallen lassen. Zeitarbeit war in den vergangenen Jahren europaweit die erfolgreichste Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Und sie wird immer moderner. Ich nenne dieses Beispiel, weil es gerade wegführt von dieser vermaledeiten Staatsorientierung.“

Wolfgang Clement
Bundeswirtschaftsminister a.D.

„Ich sehe in der Zeitarbeit eine sinnvolle Flexibilisierung am Arbeitsmarkt und derzeit auch einen Motor für neue Jobs. Ich möchte aber nicht verhehlen, dass es auch in der Zeitarbeitsbranche schwarze Schafe gibt, die sich nicht an Tarifverträge und Regeln halten und mit der Not von Arbeitsuchenden Geld machen wollen. Die seriösen Unternehmen aber sind gute Arbeitgeber, die wir als BA voll unterstützen.“

Frank-Jürgen Weise
Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit

„Ein Beispiel, wie sich der Staat eines arbeitsmarktpolitischen Instruments bedient, ist die Zeitarbeit. Zeitarbeit kann als „Selbstheilungsfunktion des Arbeitsmarktes aus der Wirtschaft heraus“ bezeichnet werden. Organisieren Zeitarbeitsunternehmen doch seit Jahren die Flexibilität, die zu schaffen die Politik nicht in ausreichendem Maße in der Lage gewesen ist.“

Prof. Dr. Dr. Wichard Woyke
Institut für Politikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Deutschland ist WeltMeister beim LohnDumping.

DenkMalBilder

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