Verfasst von: Reiner Dung | November 13, 2012

Warum schweigen die Gewerkschaften

Warum schweigen die Gewerkschaften ?
Das ist mir ein Rätsel, sind sie auch nur PissPagen des Kapitals ?

Was haben die Gewerkschaften je für uns getan ?

Was haben die Gewerkschaften  für uns nicht getan ?

Am 14. November auf die Strasse!
Gegen Kapitalismus und EU – Solidarität mit den Streikenden in Südeuropa

DGB und Gewerkschaftsbosse trommeln für den Euro

Da wandern sie hin, die Mitgliedsbeiträge: DGB-Gewerkschaften trommeln in Zeitungsanzeigen für den Euro-Rettungsfonds ESFS (Zum Vergrößern auf Bild klicken)
Der ESFS war das „Rettungspaket“ mit dem EU, IWF und EZB zunächst den Griechischen Arbeiterrinnen und später in Portugal mit Lohn- und Rentenkürzungen bedachte und die Konsumsteuern anheben ließ.

Dies war dem DGB Vorstand gewusst, als er von den Bundestagsabgeordneten die Zustimmung einwarb. Denn die Zustimmung zu neuen Krediten war an die vorherige Zusage und Beschlüsse in den dortigen Parlamenten zu Kürzungen von Renten und Lohn gebunden.

Die Euros aus den Mitgliedsbeiträgen der deutschen Mitglieder für die Zeitungsanzeigen, waren folglich Mittel zur Lohnsenkung für ArbeiterInnen in Griechenland und wirken letztlich auch nach hier zurück. Die Motivation hierfür ließ die IG Metall am 18.11.2011 in ihren „10 Forderungen“ verlauten:

http://www.wobblies.de/wp-content/uploads/2012/11/110929_dgb_ja-zu-europa_ja-zum-euro.png

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Und da sich die UnternehmerInnen und ihr regionalen südeuropäischen Standorte nach der Euro Einführung nicht mehr mit der Abwertung ihrer Währungen gegen billiger produzierende Konkurrenz wehren können, wird die kapitalistische Konkurrenz innerhalb des Euro Raums brutal ausgetragen.

Hier bleiben die schwächeren Standorte auf der Strecke. Die dortigen Unternehmen unterliegen im Konkurrenzkampf und die Staaten verschulden.

Europäischer Gewerkschaftsbund für Lissabon-Verträge

Und der EGB? Er erinnert in seinem Aufruf für den 14 November an seine fortwährende Unterstützung der Verträge von Lissabon. Ups _ was war da noch? 2008 wurden der EU Vertrag in Lissabon unterschrieben – im wesentlichen Textgleich mit der ursprünglich geplanten EU Verfassung, die in Irland und Frankreich in Volksentscheiden abgelehnt wurde.
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Der Niedriglohn-Exportweltmeister

Deutschland wurde nicht nur Exportweltmeister sondern auch absoluter Gewinner beim europäischen Niedriglohnranking. Der Niedriglohnsektor wuchs von 15 auf 23 Prozent. Wesentlich für die Senkung der Lohnkosten ist der Flexible Einsatz von Arbeitskraft. Hier spielen Leiharbeit und Flexibilisierungstarifverträge eine wesentliche Rolle.

Was im Frühjahr 2012 bei Fiat in Italien mit der Brechstange (Drohung von Werksschließungen) durchgezogen wurde, ist in Deutschland seit mehr als einem Jahrzehnt tariflich vereint. Leiharbeit, Tarifverträge mit Lohnverzichtsklauseln und Flexitarifverträge sind die Basis für den Exportweltmeister. Und zu all diesem war die Unterschrift von DGB Gewerkschaften notwendig gewesen. Und diese wurden geleistet. Freiwillig denn IG Metall Chef Huber ist der „Marktwirtschaft mehr als zugetan“ (Weser Kurier Dez 2010). Und wer Marktwirtschaft gut findet, muss auch Konkurrenz gut finden und wer zu beidem ja sagt wird sich mit „seinem“ Kapitalisten (müsste heißen seinem Ausbeuter) zum Schutzes seines Ausbeutungsverhältnis gegen die andere KapitalistInnen aus fernen Ländern verbünden.

DGB – Sozialpartnerschaft bis zum bitteren Ende

Dementsprechend hat der DGB und seine Einzelgewerkschaften maßgeblichen Anteil an Reallohnverlust in Deutschland und den profitsteigernden Leiharbeits- und Flexibilisierungsreglungen. Damit wurde die Grundlage für die Vernichtung von Industrien, Lohneinkommen und der Verschuldung in zahlreichen Ländern des Mittelmeerraumes geschaffen. Dies geschah im Bewusstsein der „Stärkung des Standorts Deutschland. Huber 9. Februar 2011)

Die Forderungen des Europäischen Gewerkschaftsbundes sind laut Ihrem Beschluss vom 17. Oktober darauf ausgerichtet mit einem „europäischen Investitionsprogramm“ die Wirtschaftskraft des EU Raumes zu stärken. Dazu wird auf altbewährte Mittel zurückgegriffen; der Kooperation mit der EU Kommission in Brüssel. Auf Sozialpartnerschaft und Stärkung des „Standorts Euro“. Dies ist weder Kampf gegen Sozial- und Lohnabbau, sondern ein Aufruf zur Kooperation mit „EU Staat“ und Kapital.

IG Metall Chef Huber bezeichnete nach einem Interview mit dem Schwäbischen Tagblatt vom 25.10.2012 die Streiks am 14. November in einigen Ländern als „voluntaristischen Unfug“ und schloss eine Teilnahme der IG Metall an Solidaritätsaktionen aus.

Angesichts dieser Beschluss- und Forderungslage von EGB und DGB ist es uns nicht möglich einen Aufruf zu unterzeichnen in dem sich positiv auf den DGB bezogen wird und dieser als Bündnispartner gewonnen wurde. Der DGB und seine Einzelgewerkschaften stehen für eine nationalistische Position und Kooperation mit dem Deutschen Kapital zur Stärkung des Standorts und zur Förderung seiner Konkurrenzfähigkeit gegen andere Nationen.

Und wehe wenn der DGB kommt, dann naht auch das Ende von Solidarität, jedweder Form von Kapitalismuskritik und jeglichem realen Widerstand gegen Staat und Kapital.

Machen wir am 14. November einen Anfang

Wobblies Bremen

http://www.wobblies.de/?p=2058

Ist eine andere Gewerkschaft möglich ?

Recht auf Meinung und Recht auf GegenMeinung

Positionen zur Europäischen Wirtschaftsregierung
von: Bernhard Pfitzner

Die Forderung nach einer „Europäischen Wirtschaftsregierung“ findet sich in einer ganzen Reihe gewerkschaftlicher Dokumente, sowohl des Europäischen Gewerkschaftsbundes wie auch des DGBs und seiner Mitgliedsgewerkschaften.

Die Bundesregierung, die sich lange den Forderungen nach einer Wirtschaftsregierung widersetzt hat, spricht sich nun dafür aus, aber in einer diametral anderen Art und Weise als die Gewerkschaften. Die Gewerkschaften müssen allerdings ihre Vorstellungen weiter konkretisieren. Gerade die demokratische Legitimation einer Wirtschaftsregierung muss klarer ausformuliert werden. Genau hierauf (auf die demokratischen Defizite) zielt auch die Herausbildung einer „europäischen Koalition des Widerstands“ in Zeiten der Krisenpolitik.

den ganzen Artikel lesen:
http://www.gegenblende.de/17-2012/++co++d8c26730-1dc1-11e2-87e8-52540066f352


Was haben die Gewerkschaften je für uns getan?


Hochgeladen von UnionTradeTV am 22.07.2011

Ex-ÖTV-Boss gesteht inszenierte Tarifverhandlungen

Der ehemalige Chef der Gewerkschaft ÖTV, Herbert Mai, hat zugegeben, dass Tarifverhandlungen oft dramatischer dargestellt werden, als sie tatsächlich sind.

„Da ist das Eine oder Andere schon inszeniert, damit die Bedeutung und die Schwere dieses Ergebnisses dann auch nach außen hin dokumentiert werden können“, sagte er dem Hessischen Rundfunk.

Als Beispiel nannte der 65-Jährige eine Abschlussverhandlung mit Ex-Innenminister Otto Schily (SPD), bei der man sich bereits gegen ein Uhr nachts geeinigt habe. Den wartenden Journalisten wurde aber noch bis zum frühen Morgen vorgegaukelt, in schwierigen Gesprächen zu sein – tatsächlich haben man „schön ein Glas Wein“ getrunken.

den ganzen Artikel lesen:
http://www.welt.de/wirtschaft/article109404507/Ex-OeTV-Boss-gesteht-inszenierte-Tarifverhandlungen.html
sketchup-comedy


Hochgeladen von ichilao6
comedy mit diether krebs und beatrice richter

Was hat die Gewerkschaft je für uns getan?


Hochgeladen von TKaktiv

Was die Römer gebracht haben – Das leben des Brian


Hochgeladen von KarlKunze

Die Barone von heute sind die Fernsehredakteure und die Gewerkschaftssekretäre. Rainer Barzel

Die Gewerkschaftsfunktionäre müssen in Deutschland, was ihren politischen Einfluss angeht, entmachtet werden. Guido Westerwelle

Die heutigen Gewerkschaften sind selbstsüchtig wie die Räuberbarone in früheren Jahrhunderten. Arnold Toynbee

Gewerkschaftsfunktionäre sind die Totengräber unseres Sozialstaats. Guido Westerwelle

Wir brauchen starke Gewerkschaften, aber stark sind sie nur, wenn sie das Arbeitnehmerinteresse und das Gemeinwohl im Auge behalten. Guido Westerwelle

In einem Land, in dem niemand mehr auf die Gewerkschaften zu achten braucht, steht es schlecht um die Freiheit im Staat. Richard von Weizsäcker

Streik und Arbeitskampf werden in Zukunft keine Rolle mehr spielen. Friedrich Merz

Welche Stoßkraft könnte der DGB mit seinen 6 Millionen Mitgliedern entwickeln, wenn alle Gewerkschaften gleichzeitig dasselbe Nahziel anvisieren und mit gemeinsamen Kräften verfolgen würden. Otto Brenner

Zeige mir ein Land, wo es keine Streiks gibt, und ich zeige dir ein Land, wo es keine Freiheit gibt. Samuel Gompers

Zur Freiheit der Gewerkschaften gehört es, das sie unbequem sind. Bequem sind Gewerkschaften nur dort, wo sie unter dem Zwang von rechten oder linken Diktaturen stehen. Richard von Weizsäcker

Wenn sie ein Bild von der Zukunft €Uropas haben wollen, so stellen sie sich einen Stiefel vor, der auf ein Gesicht tritt – unaufhörlich. Pof. Pofinger

An den Früchten der Streiks sollt ihr sie erkennen.
Wenn EUnRecht zu Recht wird, wird ein BürgerStreik zur Pflicht. Pof. Pofinger

Warum schweigen die Gewerkschaften?
von W.J.

Die deutsche Kanzlerin hat in einem Ausraster vor dem Europäischen Parlament die griechischen Arbeitnehmer übelst beschimpft und die deutsche Agenda 2010 als leuchtendes Beispiel für gelungene Reformen dargestellt. Warum schweigen die deutschen Gewerkschaften zu so einer dreisten Lüge?

Am Mittwoch hat die deutsche Bundeskanzlerin die griechischen Abeitnehmer vor dem Europäischen Parlament aufs übelste beschimpft. „Man muß ihnen sagen: Es ist nicht in Ordnung, daß ich jedes Mal einen Streik mache, wenn eine Privatisierung erfolgen soll;“

Das Streikrecht ist das höchste Gut und ein unverzichtbares Recht der Arbeitnehmer, überall auf der Welt. Darum wundert es mich doch sehr, dass die deutschen Gewerkschaften sich nicht mit den griechischen Arbeitnehmern solidarisch erklärt haben und sich bis heute nicht zu solch einer unverschämten Aussage der deutschen Kanzlerin geäussert haben.

Warum haben unsere Gewerkschaften der Kanzlerin nicht vehement widersprochen? Warum haben sie der Kanzlerin nicht gesagt, dass ihre griechischen Kollegen nicht gegen Privatisierungen streiken, sondern für ihr Recht fair entlohnt zu werden, damit sie ihre Familien ernähren können? Warum haben sie der Kanzlerin nicht gesagt, dass die Arbeitnehmer in Griechenland für ihr Überleben auf die Strasse gehen? Und warum haben sie ihr nicht gesagt, dass die Arbeitnehmer in Griechenland nicht die jahrelange Misswirtschaft, die Schäden durch Korruption und Steuerhinterziehung bezahlen können?

Warum haben unsere Gewerkschaften die Kanzlerin nicht gefragt warum sie ausgerechnet die Arbeitnehmer in Griechenland, aber nicht nur dort für das jahrelange unverantwortliche Zocken der Banken verantwortlich macht und zur Kasse bittet? Die Gewerkschaften haben eine grosse Verantwortung zu übernehmen. Sie müssen dafür sorgen, dass Europa nicht nur Marktplatz wird, dass es nicht nur ein riesiger Selbstbedienungsladen für die Finanzwirtschaft wird, sondern ein Europa der Menschen, da die Politiker dazu nicht mehr bereit und in der Lage sind.

Die Politiker streuen uns Sand in die Augen, wenn sie immer wieder Opfer von uns Arbeitnehmern fordern, um ihr Europa aufzubauen. Sie weisen uns darauf hin, dass es nun seit fast 70 Jahren keinen Krieg mehr gegeben habe, im alten Europa. Aber gleichzeitig fördern sie die Ressentiments der Menschen, wenn sie mit so plumpen Verdächtigungen, wie Merkel vor dem Europäischen Parlament auf Stimmenfang in der Heimat gehen. Merkel fördert die dumpfen Vorurteile, die Griechen seien faul, undankbar und streikten ständig. Das spielt nur der politisch äussersten Rechten in die Karten.

Mit Ressentiments baut man kein Europa, damit zerstört man das Einigungswerk mehrerer Generationen. Merkel, gefangen in ihrer Welt, geprägt von den Denkweisen der alten bürokratischen, unfreien, bürgerlosen Gesellschaft der DDR, glaubt Europa sei durch ein paar verwaltungstechnische Tricks, praktisch per Dekret, zu erreichen. Ein Europa der Herrschenden, der Banken und Finanzinstitute vielleicht, aber sicherlich kein Europa der Menschen.

Es wäre die verdammte Pflicht der Gewerkschaften die Menschen darüber aufzuklären, dass die deutschen, niederländischen oder skandinavischen Arbeitnehmer mit ihren sauer verdienten Steuergroschen nicht etwa faule, streikende griechische, spanische oder italienische Arbeitnehmer unterstützen, sondern die zockenden, menschenverachtenden Banken. Warum sagen sie den Arbeitnehmern in Deutschland nicht, dass von den Milliarden und Abermilliarden Euro, die sie angeblich den Griechen gegeben haben, in Wirklichkeit bei den internationalen Banken gelandet sind. Warum sagen sie den Menschen nicht, dass von keinem der, unvorstellbar vielen Euros, die bisher geflossen sind, auch nur ein Stück Brot gekauft worden ist? Nur Kaviar und Champagner, bezahlt mit den Boni der Zocker.

Wenn es schon die SPD- oder Grünen-Politiker versäumen, die Menschen über die wahren Zusammenhänge der Eurokrise und die Verwendung der milliardenschweren Rettungspakete aufzuklären, warum tun es dann nicht die Gewerkschaften, die doch die internationale Solidarität aller Arbeitnehmer, in ihren Sonntagsreden, immer wieder betonen?

Die letzten zwanzig Jahre haben gezeigt, dass ohne internationale Solidarität die Arbeitnehmer, egal in welchem Land, immer mehr an Einfluss und Durchsetzungskraft verlieren. Die deutsche Agenda 2010 ist dafür ein beredtes Zeugnis. Und gerade diese Verelendung weiter Kreise der deutschen Arbeitnehmerschaft hält Merkel den Griechen als leuchtendes Beispiel vor Augen. Auch Deutschland habe in der Folge der Agenda 2010 und von Hartz IV, Sozialproteste gehabt, so Merkel. „Wir haben fünf Jahre abwarten müssen, dann haben sich die Wirkungen eingestellt.“

Warum die Gewerkschaften zu solchen Aussagen schweigen, ist mir ein Rätsel.

Text gefunden auf der Seite Spiegelkabinett.
http://spiegelkabinett-blog.blogspot.de/2012/11/warum-schweigen-die-gewerkschaften.html

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