Verfasst von: Reiner Dung | August 7, 2012

Die SchlafMichel und das mEUchelGeld

Glauben Sie bloß nicht, daß Abgeordnete anders denken und handeln! Nicht die Bürger, nicht die Wähler stellen Politiker auf, sondern Parteien. Folglich sind die Abgeordneten nicht den Wählern, nicht dem Staat, sondern nur ihren Parteien verpflichtet. Doch das erschließt sich nur, wenn man ein paar Augenblicke darüber ehrlich nachdenkt. Wer das nicht tut, für den ist der Abgeordnete sein Vertreter, „unser“ Mann in Berlin. Der Abgeordnete erklärt uns die Welt, er ist über alles informiert, redet überall mit – das ist die Fassade. Dahinter steckt ein Mensch, der so arbeitsscheu ist wie wir selbst, der nur das Nötigste tut und das, was ihm Spaß macht. Der Abgeordnete braucht keine Informationen, wenn er den Willen der Partei kennt, und hebt Pfötchen wie ein dressierter Schoßhund, ohne darüber nachzudenken.

Das naive Extrem geht davon aus, daß alle Anderen aus größerer Einsicht und edleren Motiven handeln als man selbst. Das paranoide Extrem unterstellt den Anderen bösartige Selbstsucht und generelle Unfähigkeit. Einem Menschen gegenüber, der uns noch nie enttäuscht hat, weil wir ihn nicht wirklich kennen, verhalten wir uns eher naiv, einem Menschen, den wir kennen und der uns schon enttäuscht hat, begegnen wir eher paranoid. Die Paranoia gegenüber den Regierenden müssen wir uns aufwendig erarbeiten, was jedoch sehr schwer ist, weil uns ständig eingeredet wird, wie gut, edel und aufopferungsvoll diese Herrschaften für uns handeln.

Der Schlafmichel hat keine Chance, sich aus diesen Verstrickungen zu befreien, solange er in seinem Alltagstrott verstrickt ist. Er wird zum Trottel, weil er sich aus seinem Trott nicht mehr lösen kann, weil eben dieser Trott für ihn funktioniert. Und jeder Verstand behält seine gleichförmig geradlinige Flugbahn bei, solange keine äußere Kraft auf ihn einwirkt. Anders als in Newtons Physik ist das kein Gesetz, sondern eine Beobachtung. Unter meinen Lesern sind viele Rentner und Hartz-IV-Empfänger, also Leute, die aus dem Trott herausgerissen worden sind. Genau wie ich auch, denn ich war bis Ende 2002 ebenfalls so ein Trottel mit ausgefülltem, sanft dahinfließendem Alltag.

Der dahintrottende Trottel wird aus seinem Trott geworfen, wenn das Schicksal den Knüppel schwingt. Wenn dem Knacken im Gebüsch das Brüllen eines Löwen folgt, nicht in weiter Ferne, sondern in bedrohlicher Unmittelbarkeit, dann wird gehandelt, dann fällt der Mensch vom Trott in den Galopp. Dann mag es allerdings zu spät sein. Wenn der gesättigte Löwe sich zurückzieht und die überlebenden Damen und Herren Trottel wieder in ihren Trott fallen können, wird oft noch schnell ein neuer Häuptling bestimmt, denn der alte Häuptling hat seine Aufgabe nicht erfüllt – er hat seine Wähler nicht vor Schaden bewahrt, nicht rechtzeitig den Löwen bemerkt.

Die Schlafmichel werden sich in Wutbürger verwandeln, wenn es zu spät ist. Das ist ein Lehrsatz, eine Beobachtung, denn genau genommen ist es bereits jetzt zu spät. Optimisten kaufen Gold, Pessimisten Konserven, hat die WELT kürzlich geschrieben. Das Anlagevermögen der Deutschen wird auf 4,8 Billionen Euro beziffert, bei 1.500 Euro pro Unze wären das 100.000 Tonnen Gold – von den bestenfalls 180.000 Tonnen, die bislang gefördert worden sind. Wenn jedoch alle Gold wollen, explodieren die Preise. Die Optimisten haben nur noch wenig Zeit für ihren Optimismus.

Was passiert mit Konserven? 5.000 Konserven pro Einkaufsmarkt (von Erbsen über Dosenfisch bis Ravioli), ein Einkaufsmarkt pro 1.000 Einwohner – fröhliches Einkaufen, und bringen Sie bitte auch genügend Klopapier mit! Die Pessimisten kommen nur zum Zug, wenn sie unauffällig vorgehen, wenn die Schlafmichel in ihrem Trott verbleiben. So zynisch es klingt: Jeder Tag, an dem die Mehrheit der Menschen weiterschläft, ist ein Tag, der Ihnen für die Vorbereitung geschenkt wird. Tun Sie es ruhig, solange sich keiner sonst dafür interessiert, nehmen Sie keinem etwas weg. Solange die Lieferketten noch funktionieren, können Sie Ihre Speisekammer füllen.

Welches Ereignis wird die Wutbürger auf die Straßen bringen? An dem Tag, an dem die Politik zugeben muß, daß die Lebensersparnisse vernichtet sind? An dem Tag, an dem die Politik zugibt, die Wähler jahrzehntelang betrogen zu haben? An dem Tag, an dem nach einer Hyperinflation die Währungsreform verkündet wird?   Die Politik wird den Trick mit dem gekochten Frosch versuchen. Angeblich springt ein Frosch, der in zu heißes Wasser fällt, sofort heraus. Wird der Wassertopf, in dem er sitzt, jedoch langsam erhitzt, bleibt er darin sitzen und wird gegart. Die Wahrheit wird den Schlafmicheln in kleinsten Dosen verabreicht, damit sie beruhigt weiterschlafen. Wären die Veränderungen, die zwischen 2001 und 2011 passiert sind, auf einmal über die Menschen hereingebrochen, sie wären sofort auf die Straßen gegangen. So aber ist der Frosch nicht aus dem Topf gesprungen, er wurde statt dessen gekocht.   Diesmal gibt es kein Happy-End, bleiben Sie bitte verzweifelt. Solange die Flamme unter dem Topf klein genug bleibt, solange die Veränderungen nur unmerklich geschehen, solange wird alles seinen gewohnten Trott beibehalten, selbst wenn wir in ganz andere Richtungen marschieren als früher.

Auszug aus dem Pranger von Michael Winkler – Die Schlafmichel vom 2,11,2011
ganzen Artikel lesen bei Michael Winkler.
http://www.michaelwinkler.de/Pranger/Pranger.html

5. August 2012 – TagesKommentar von Michael Winkler

SPD-Chef Gabriel zeigt sich ganz angetan von der Reichensteuer und beabsichtigt, daraus einen Wahlkampfschlager zu machen. Ging es bei den Demonstranten vor dem Kanzleramt um das oberste Prozent der Vermögensbesitzer, so sind es bei Gabriel bereits die oberen zehn Prozent. Und eine andere Stimme aus dem linken Lager hat bereits erklärt, wer zu diesen Reichen gehört: alle Immobilienbesitzer! Die sollen, nach dem bewährten Prinzip des Lastenausgleichs, zehn Prozent des Immobilienwerts an den Staat abführen. Und wenn sie das nicht aus der Portokasse begleichen können, sollen sie eben eine Hypothek aufnehmen. Und wenn sie sich danach kein Brot mehr leisten können, sollen sie eben Kuchen essen.

Oma Tüttelbek freut sich bestimmt, wenn sie auf ihr seit mehr als dreißig Jahren schuldenfreies Haus eine Hypothek aufnehmen darf, damit Franzosen weiterhin mit 60 in Rente können. Oder damit Griechenland keine Maßnahmen ergreifen muß, um das Vermögen reicher Griechen nach Hause zu holen. Oder damit Israel das nächste Atomwaffen-U-Boot geschenkt werden kann. Wir leben ja bekanntlich in einer Demokratie, das ist die wunderbare Staatsform, bei der man Politikern beliebig viel Geld in die Hand drücken kann, ohne daß es ausreichen wird. Angenommen, der neue Zwangslastenausgleich brächte schlagartig 500 Milliarden Euro in Schäubles Kassen. Der bisherige Etat betrug 309 Milliarden im Jahr. Würde Schäuble auch nur einen Cent Schulden tilgen? Vermutlich nicht, erst einmal gilt es, 190 Milliarden in den ESM einzuzahlen. Dann „bitten“ uns unsere Freunde darum, griechische, spanische, italienische, portugiesische, irische, französische, belgische, britische, amerikanische und japanische Anleihen aufzukaufen. Sollte dann immer noch Geld übrig sein, bekommen die Bundesminister neue Dienstwagen.

Ja, die Demokratie ist eine großartige Staatsform. 1871, zu Kaisers Zeiten, war man so unkreativ, die fünf Milliarden Goldfranc Reparationen aus Frankreich in einen Turm der Spandauer Zitatelle einzulagern, für schlechte Zeiten. Aber, wir müssen eines zusätzlich bedenken: das war damals Gold, kein Papiergeld. Gold kann wunderbar herumliegen, ohne an Wert zu verlieren. Papiergeld hingegen wird nicht nur von Ratten gefressen, es verliert durch Herumliegen an Wert. Das wissen Politiker natürlich, würden sie sonst laufend ihre Diäten erhöhen?

Die wichtigste Funktion von Papiergeld besteht darin, die Rothschilds noch reicher zu machen. „Gebt mir die Kontrolle über die Währung eines Landes, dann ist es egal, wer die Gesetze macht!“ Vielleicht heißen die Rothschilds inzwischen anders, vielleicht sind das heute nicht einmal mehr Juden, jedenfalls gibt es Leute auf dieser Welt, die sind unglaublich reich. Diese Herrschaften haben Anleihen von Bankrottstaaten gekauft und sind jetzt in Gefahr, das eine oder andere Prozent dieses Vermögens zu verlieren. Dank der Zwangshypothek auf das Häuschen der Oma Tüttelbek kann Merkeldeutschland da helfen und diesen Superreichen jene Schrottpapiere zum vollen Preis, einschließlich Zinsen und Zinseszinsen abkaufen. Dann gibt es etwas, das unsere amerikanischen Freunde „kickback“ nennen, das dankbare Geschenk von Freunden. Wer mit öffentlichen Milliarden die Taschen der Hochfinanz füllt, der bekommt schon mal wie Kohl ein paar Millionen für die CDU-Parteikasse, wie Fischer einen Ehrendoktortitel oder wie Schröder einen Beratervertrag.

http://www2.q-x.ch/~michaelw/Kommentar.html

“Die Deutschen sind ein merkwürdiges Volk, wie Schafe!   Ich erinnere mich an die Zeit, als ich vor der Revolution in Deutschland war: Eine Gruppe von deutschen Sozialdemokraten kam zu spät zu einem Kongreß, weil sie warten mußten, bis ihre Eintrittskarten nachgeprüft worden waren oder etwas ähnliches. Wann würde ein Russe jemals so etwas tun? “

Jemand hat einmal ganz richtig gesagt: In Deutschland kann es keine Revolution geben, weil man den Rasen dazu betreten müßte.“

“Die Leute, die die Stimmen abgeben, entscheiden nichts. Die Leute, die die Stimmen zählen, entscheiden alles.”

“Es wird keine Deutschen mehr geben, wenn unsere Truppen eindringen, die Deutschen laufen davon, und es bleiben keine Deutschen mehr übrig.”

Zitate Josef Stalin.

Zitate Napoleon

„Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie.“

„Ein Volk, das in der Lage ist, alles zu sagen, ist bald in der Lage, alles zu tun.“

Dekadenz  – von Michael Winkler –

In Vietnam kämpften die USA bereits mit einer Art Söldnerherr, das war ein Krieg, den die Schwarzen gegen die Gelben für ein Land ausfochten, das die Weißen den Roten abgenommen hatten. ganzen Pranger lesen .

http://lupocattivoblog.com/2010/08/21/dekadenz-von-michael-winkler/

Muhammad Ali feiert 70. Geburtstag

Veröffentlicht am 17.01.2012 von euronewsde

Muhammad Ali I am The Greatest

Man hat mir und anderen so genannten Negern befohlen, in einem 10 000 Meilen

entfernten Land Bomben abzuwerfen und unschuldige Menschen zu erschießen, die

uns nie etwas getan haben. Ich sage offen: NEIN, ich werde nicht gehen.

„Ich weiß nicht immer, wovon ich rede. Aber ich weiß´, dass ich recht habe.“

Es wird in Deutschland noch krachen

Hochgeladen von keinschaaf21

Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis es in Deutschland auch zu Krawallen und Aufstände kommt. Ausgelöst durch Finanz und eurokrise.

Überwachungsstaat – wie der Frosch im heißen Wasser

Hochgeladen von darkapitude

Toll! Merkel und der Frosch – Frontal21

Hochgeladen von thepolitchannel2010

DenkMalnachBilder zum SchlafMichel und SchlafMichaela

Advertisements

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: