Verfasst von: Reiner Dung | August 5, 2012

Beschneidung kleiner Kinder ist unmenschlich

Das Urteil des Kölner Landgerichts ist zu begrüßen, wird aber wohl wirkungslos bleiben. Ein Gespräch mit Evelyn Hecht-Galinski

Die Publizistin Evelyn Hecht-Galinski ist die Tochter des früheren Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Heinz Galinski.

Die Zentralräte der Muslime und der Juden haben sich gestern lautstark über das Urteil des Kölner Landgerichts empört, daß die religiös motivierte Beschneidung kleiner Jungen Körperverletzung und damit eine Straftat ist. Ist dieses Urteil für Sie als Jüdin tatsächlich so abwegig?

Für mich überhaupt nicht. In der heutigen Zeit sehe ich überhaupt keine Notwendigkeit mehr, einen solchen Eingriff vorzunehmen, ich habe das schon immer für Körperverletzung gehalten. Beschneidung von Mädchen ist nicht erlaubt – warum also müssen sich die Jungen das gefallen lassen?

Egal ob es ein Säugling oder ein Achtjähriger ist – das Kind wird weder gefragt, noch kann es sich wehren. Es sollte zumindest das Alter der gesetzlichen Religionsmündigkeit haben – 14 Jahre also – und sich frei entscheiden können, ob es das will oder nicht.

Gegen das Urteil werden vorwiegend drei Argumente angeführt. Eines lautet: Das ist eine für unser Bekenntnis heilige Tradition, die 3000 Jahre alt ist. Was sagen Sie dazu?

Nicht alles, was sich seit 3000 Jahren gehalten hat, muß zwangsläufig gut sein. Körperliche Züchtigung z.B. war jahrtausendelang bei Christen, Muslimen und Juden üblich – sie ist in zivilisierten Ländern heute mit Recht verboten.

Mit religiösen Schriften wie Bibel, Thora oder Koran wird ohnehin viel Unfug angestellt. Besonders in Israel wird heute mit der Thora in der Hand eine Politik betrieben, die es mir schwer macht, viele jüdische Ideen noch als das zu sehen, was sie sein sollten: Humanistisch und im Kern gut.

Gegenargument Nummer zwei: Die Beschneidung dient der Hygiene.

Das war früher sicher ein Argument, als die Menschen in großen Gebieten des Nahen Ostens kein fließendes Wasser hatten. Heute könnte man das nur noch für Nomaden in der Wüste gelten lassen – aber selbst im Nahen Osten haben die meisten Menschen heute einen Wasseranschluß. Wenn man sich partout nicht waschen will, hat das zwar nichts mit Religion zu tun, ist aber immer von Nachteil – egal, ob man eine Vorhaut hat oder nicht.

Nummer drei: Ein beschnittener Penis hält beim Geschlechtsakt länger durch – zum Vorteil der Frau.*

Was soll ich dazu sagen? Mir fehlen die Vergleichsmöglichkeiten … mein Mann ist beschnitten und ich bin damit sehr zufrieden. Und das seit 40 Jahren!

Welche Auswirkung wird das Kölner Urteil Ihrer Meinung nach haben?

Ich fürchte, daß dieses Urteil keinen Bestand hat, der Druck beider Zentralräte auf Politik und Justiz wird noch zunehmen. Mit dem Schächten ist das ähnlich – diese Tierquälerei ist wie die Beschneidung ein Anachronismus sondergleichen und zweitens gesetzlich verboten. Das muß religiöse Muslime und Juden aber nicht weiter betrüben, sie bekommen ohne weiteres eine Ausnahmegenehmigung.

Wird das Thema Beschneidung eigentlich auch in Kreisen der jüdischen Gemeinden oder Theologen diskutiert?

Da habe ich keinen Einblick, mit all denen habe ich nichts am Hut.
In den USA sollen etwa 70 Prozent aller Männer beschnitten sein. Wie erklären Sie sich das?

In den USA geschehen viele verrückte Sachen, oft mit der Begründung, es gehe um Hygiene. Und daß sich US-Männer gerne beschneiden lassen, ist sicher auch eine Modeerscheinung, die mit religiösen Motiven wenig zu tun hat. Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied: Wenn erwachsenene Männer sich ihr Genital verstümmeln lassen wollen, ist es ihre eigene Entscheidung. Ein Kind mit Gewalt zu beschneiden, ist aber unmenschlich. Körperverletzung eben, wie das Kölner Landgericht befunden hat. Und strafbar. –

ganzen Artikel lesen bei Luzifer Lux

http://luzifer-lux.blogspot.de/2012/07/hecht-galinski-beschneidung-kleiner.html

Die Vorhaut- Religionen blasen zum Gegenangriff

Das Urteil des Kölner Landgerichts, dass das Beschneiden der Geschlechtsteile von Jungen, so es denn aus religiösen Gründen geschieht, als Körperverletzung zu bewerten ist und somit als Straftat gilt, war nicht nur fortschrittlich im Sinne der Vernunft, sondern geradezu mutig. Haben doch die Reaktionen auf dieses Urteil – wieder einmal – eindrucksvoll bewiesen, in welch dunklen und primitiven Zeiten sich die Menschheit befindet. Rechner, Raketen und Roboter können jedenfalls nicht darüber hinwegtäuschen.

Rückendeckung bekommen die „Kinderschänder“ von der Bundesregierung – allen voran von der Pfarrerstochter und Ex- Kommunistin Merkel – von der FDP und besonders von den Grünen, von der Bundesärztekammer und von den gleichgeschalteten Medien.   So versprach die Bunderegierung, den fürsorglichen und gesetzlichen Kinderschutz für diese Art der Kindesmisshandlung durch ein entsprechendes Gesetz aufzuheben.  FDP und Grüne stellen die „Religionsfreiheit“ über alle anderen Gesetze (u.a. Art.1 GG).  Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, fordert derweil die Ärzte zum offenen Rechtsbruch auf.

Montgomery ist ohnehin eine mehr oder weniger zwielichtige Gestalt. Montgomery ist der Meinung, dass das korrupte Verhalten von Ärzten „ein ganz normales, natürliches Verhalten“ sei. Montgomery lehnt zudem die Früherkennung und folglich die Prävention von vermeidbaren Behinderungen durch Erbkrankheiten ab, denn er befürwortet das Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID). Hierbei kann er sich die Hand mit der evangelischen Kirche reichen. In Fragen zur Beschneidung haben sie sich bereits die Hand gereicht. Ethik hin oder her, der Vertreter der Lutheraner vertrat auf einer Religionskonferenz in München die Ansicht, das nach deren Auffassung Abtreibungen von ungeborenen Leben rechtens seien, nur nicht die von nachweislich behinderten Föten. Wer mag dabei noch von Ethik reden und nicht etwa von Wirtschaftsinteressen eines „Wohlfahrts„- Konzerns?  ganzen Artikel lesen bei Luzifer Lux

http://luzifer-lux.blogspot.de/2012/07/die-vorhaut-religionen-blasen-zum.html

Es gibt kein auserwähltes Volk.

Nur durch seine NächstenLiebe wird der Mensch auserwählt.

Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.
Albert Einstein

Der reaktionäre Aufstand der Beschneider  

Politische Klasse geht angesichts des Erpressungsdrucks der  Juden und Muslime auf die Knie

Dieser erneute antidemokratische Verrat der politischen Klasse an den Werten der Aufklärung, den Prinzipien der kulturellen Moderne sowie den Interessen und Überzeugungen der Mehrheitsbevölkerung sollte mittlerweile Anlass genug sein, diesen Kräften die Unterstützung und Legitimation zu entziehen.

Es ist ebenso erschreckend wie absolut inakzeptabel, dass es heute in Europa wieder politisch-korrekte Mode geworden ist, sich ohne intellektuell-moralisches Schamgefühl religiösen Kräften zu unterwerfen und diese rechtlich zu privilegieren, die ihrerseits nicht von dem inhumanen Unsinn ablassen können, ihre Identität von der Genitalbeschneidung von Kleinst- und Kleinkindern abhängig zu machen.

Die Zeit ist also offensichtlich überreif für den Aufbau eines breiten menschenrechtlich-demokratischen Oppositionsbündnisses, das sich u. a. auch gegen die Kumpanei der regierenden Postdemokraten mit den religiösen Fundamentalisten zu wenden hätte.

ganzen Artikel lesen bei Hindergrund-Verlag

http://www.hintergrund-verlag.de/texte-stellungnahmen-der-reaktionaere-aufstand-der-beschneider.html

Ein jeder Mensch ist Souverän, Vertreter des Allerhöchsten auf Erden: Er handele danach und kultiviere auf nachhaltige Weise das Glück aller Wesen. —Abraham Lincoln

Gott schaut keine Pimmel an: Deut. Zentralrat der Juden wirft Antisemitismus vor – von keuronfuih

Deutschland ist ein Rechtsstaat und kein Religionsstaat
Ich kann jedem Juden und Muslim versichern: Gott schaut sich keine Pimmel an, bevor er entscheidet, wer in den Himmel kommt und wer nicht. Er gut in die Herzen seiner Anhänger!

Religiöse Vorschriften könnten trotzdem schmerzhaft sein. In Afrika werden Mädchen beschnitten. Die Klitoris entfernt. Ein brutaler Akt, der ebenfall mit dem Glauben begründet wird. Trotzdem ist er verboten. Der Vorwurf, Deutschland sei antisemitisch, weil die Beschneidung von Knaben verboten sein soll, ist daher populistisch und unhaltbar.

Jeder darf in Deutschland seine Meinung zu dem Thema sagen, aber wenn Lobbyismus von Interessengruppen plötzlich den Ausschlag für juristische Entscheidungen liefert, wird Deutschland unglaubwürdig.

Wir leben in keinem Religionsstaat, sondern in einem Rechtsstaat der allgemeine Menschenrechte achtet. Dazu gehört die körperliche Unversehrtheit.  Da steht Menschenrecht über jeder biblischer Auslegung von Lebensvorschrift.

ganzen Artikel lesen bei politprofiler.

http://politikprofiler.blogspot.de/2012/07/zentralrat-der-juden-wirft-deutschland.html

Sind Götter pervers?

Veröffentlicht am 24.07.2012 von keuronfuih

Wer sich nur als Atheist darstellt und doch noch den alten Dogmen emotional anhängt, begreift sich selber nicht bis in die letzte Konsequenz. So neigt der Scheinatheist zur Selbstzerstörung durch Askese und glaubt mit Liebe allein könne er die Welt retten.

Damit beleibt er im Dunstkreis der Theologie gefangen und hält sich für befreit.

… wenn es um Beschneidung geht, können wir heute aus unserem Kulturkreis genau beurteilen, was eine Verletzung der menschlichen Unversehrtheit ist. Geht es aber um andere Ursachen für menschenunwürdige Behandlungen aus unserem angeblichen Kulturkreis heraus, reagieren wir mit dem gleichen Unverständnis wie das Judentum oder der Islam auf die Beschneidung.

Noch ist nicht erkannt, dass auch unsere Denkstruktur ebenfalls nur eine Ordnung ist, die sich über jede Menschlichkeit stülpt. Doch mit Scharfsinn und objektiver Betrachtung sollt es immer mehr Menschen möglich sein, die tatsächliche Realität zu erfassen.

Advertisements

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: